Gasteiner Heilstollen

Heilstollen-Patienten berichten

Therapie im Gasteiner Heilstollen

Das größte Schmerztherapie-Zentrum der Welt liegt 2,5 km tief in einem Berg. Die Ärztin kommt im Bikini. Rund 10.000 Patienten fahren jedes Jahr zur Therapie in den Gasteiner Heilstollen. Vor allem Menschen mit rheumatischen Erkrankungen nutzen das weltweit einzigartige Heilklima. Und sie verbinden die Heilstollen-Therapie mit Erholung in einer der schönsten Urlaubsregionen Österreichs.

Eine Patientin erzählt über die Radontherapie

Seit einem Jahr kommt aus Rosenheim Magdalena Untereichmaier regelmäßig nach Gastein. Die 63-Jährige litt zwei Jahrzehnte lang an Schmerzen, die sie von den Zehen bis zu den Zähnen quälten. Kein Arzt konnte ihr helfen.

Frau Untereichmaier im Interview: „Der eine hat gesagt, ich bin arbeitsscheu, der eine meinte ich bin nicht compliance-fähig, der dritte meinte ich bin seelisch krank und muss mich endlich öffnen.“ Bis endlich ein Arzt die Ursache ihres Leidens erkannte:

Fibromyalgie – eine chronische Erkrankung des gesamten Bewegungsapparates. Unheilbar.

Weltweit einzigartiges Heilklima

Dass die Frührentnerin mit ihrem Mann wieder schmerzfrei spazieren gehen kann, verdankt sie einem Zufall der Natur. 500 Jahre lang sickert Quell- und Schmelzwasser durch das Massiv und spült dabei das Edelgas Radon aus dem Gestein und fließt in heiße Quellen. von dort steigt der radonhaltige Wasserdampf bis in den Stollen. Radon, Wärme und Luftfeuchtigkeit spielen hier perfekt zusammen.

Ein Arzt berichtet: „Es wird ein Reiz gesetzt und dieser Reiz bewirkt, dass der Körper wieder in ein Gleichgewicht findet nach Entzündung, nach Schmerz und Ähnlichem.“ Das Edelgas Radon wird über die Atemwege und die Haut aufgenommen und setzt im Körper umgehend heilende und entzündungshemmende Botenstoffe frei.

Seit einigen Jahren fährt auch der Wiener Rechtsanwalt Gerhard Podsovnik regelmäßig in den Heilstollen. Er leidet an Morbus Bechterew, einer entzündlich rheumatischen Erkrankung. Er berichtet: „Es ist für mich eine Wohltat. Wenn ich auf einmal durchschlafen kann und nicht mehr im Halbstunden-Takt aufwache, wie es bis vor drei Jahren der Fall war.“

Viele Patienten bezahlen die Therapie selbst. Aber auch die Versicherungsträger nutzen den Stollen für Ihre Patienten.

Die Mediziner vom Gasteiner Heilstollen warnen aber vor falschen Hoffnungen: Die Krankheit selbst kann der Berg leider nicht heilen. Aber 80% der Patienten leben bis zu einem Jahr ohne Schmerzen und ohne Medikamente. Was das bedeutet, kann nur ermessen, wer jemals unter chronischen Schmerzen gelitten hat.