Gasteiner Heilstollen
Studienübersicht Radonwärmetherapie
11.02.2014
Radonwärmetherapie: Krankheiten natürlich begegnen
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Radon und Strahlenrisiko: Auf die Dosis kommt es an

Bad Gastein, Februar 2012. Im Zusammenhang mit der medizinischen Nutzung des radioaktiven Edelgases Radon kommt immer wieder die Frage nach dem Strahlenrisiko auf. Ein Beleg für eine erhöhte Lungenkrebsrate im Sinne eines wissenschaftlichen Nachweises existiert jedoch nicht. Der Körper scheidet Radon nach 20 Minuten bereits zur Hälfte und nach 3 Stunden fast komplett wieder aus. Zudem beruht beispielsweise die Wirkung der Radonwärmetherapie auf einem bewusst niedrigen Dosisbereich. Zum Vergleich: Die Werte einer dreiwöchigen Therapie – wie beispielsweise im Gasteiner Heilstollen – entsprechen in etwa denen einer Röntgenuntersuchung der Wirbelsäule. Überdies liegen sie im Mittel unter der jährlichen Strahlenbelastung aus natürlichen Quellen.

Abgesehen von allen hypothetischen Überlegungen bringt die regelmäßige Einnahme starker Schmerzmittel rein rechnerisch ein wesentlich höheres Risiko mit sich. Magenprobleme bis hin zu Blutungen im Magen-Darm-Trakt mit tödlichen Folgen stellen hier keine Seltenheit dar. Grundsätzlich gilt es, bei jeder Form der Therapie schwerer Krankheitsbilder, Vor- und Nachteile sorgsam abzuwägen. Viele Experten bescheinigen der Radonwärmetherapie jedoch hohe Wirksamkeit bei vergleichsweise niedrigem Gesundheitsrisiko.

Radon ist ein geruch- und farbloses Edelgas, das in der Erdrinde vorkommt. Jeder Mensch nimmt es über die Atemluft und Nahrung auf. Aufgrund seiner nachgewiesenen therapeutischen Wirksamkeit bei verschiedenen Krankheitsbildern kommt Radon schon seit mehr als 100 Jahren in niedrigen Dosen als Heilmittel zum Einsatz.