Gasteiner Heilstollen
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Der Schriftsteller Hermann Burger im Gasteiner Heilstollen

Im Herbst 1981 hatte der Gasteiner Heilstollen einen höchst neugierigen Kurgast: Der Schweizer Hermann Burger (1942–1989) – er gehört zu den besten deutschsprachigen Schriftstellern seiner Zeit – war im Rahmen der Arbeit an seinem zweiten Roman Die Künstliche Mutter angereist, um sich hier inspirieren zu lassen. Wie er seine Stollentaufe erlebt hat und wie er diese in seinem 1983 mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis ausgezeichneten Roman mit viel Phantasie literarisch verarbeitet hat, erzählt er in seiner Reportage „Einfahrt in den Zauberberg“. Und auch die Idee zur furiosen Erzählung, mit der er 1985 dann den Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen hat, ist damals entstanden: „Die Wasserfallfinsternis von Badgastein“.

Jetzt, zum 25. Todestag des Dichters, der 1983 und 1987 weitere Kuren im Heilstollen absolvierte, sind all diese Texte endlich wieder im Buchhandel erhältlich. Wer eine Vorliebe für abenteuerliche Phantasien und waghalsige Satzkonstruktionen hat, dem seien die Werke unseres ersten „Ehrenstollenpatienten“ wärmstens empfohlen.