Für Ihre Sicherheit
Durch die bergtechnische Erschließung des Therapiebereiches, welcher etwa 1,8 km horizontal und etwa 0,8 km vertikal von der Geländeoberfläche entfernt im Inneren eines massiven, aus zähem Gneis aufgebauten Gebirgsstockes gelegen ist, ergeben sich theoretisch für die ein- und ausfahrenden Therapie-Gäste (Patienten) und das zugbegleitende Personal aus unserer bisherigen Sicht generell drei Gefährdungspotenziale, deren Art und mögliche Auswirkung bzw. Vorkehrungen zur Risikominimierung im Folgenden dargestellt werden:
Entgleisung des Heilstollenzuges
Der Transport unserer Passagiere in den und im Therapiebereich erfolgt mittels eines schienengebundenen Heilstollenzuges mit einer Kapazität von max. 122 Passagieren (14 Sitzwaggone mit je 8 Plätzen und 5 Liegewaggons mit je 2 Plätzen) und 3 Begleitpersonen (2 Lokführer, 1 Arzt) am Zugfahrzeug.
Das Zugfahrzeug befindet sich an der Zugspitze und besteht aus zwei einmotorigen Antriebswagen, welche von zwei mitgeführten Akkumulatoren mit dem nötigen Betriebsstrom (Antrieb, Beleuchtung, Überwachung) versorgt werden. Der in voll besetztem Zustand etwa 25 Tonnen wiegende, knapp 80 m lange betriebsbereite Zug wird mit einer mittleren Fahrgeschwindigkeit von 8 km/h auf der Gleisstrecke durch den Heilstollen bewegt. Die 1,8 km zwischen Gesundheitszentrum und Therapiebereich werden somit in etwa 13 min. Fahrzeit bewältigt.
a) Mögliche Risikofaktoren beim schienengebundenen Transport:
Beim schienengebundenen Transport können sich Risikofaktoren einerseits durch menschliche Bedienungsfehler/Unachtsamkeit des Begleitpersonals und andererseits durch technische Gebrechen oder Fehlkonstruktionen an den Fahrzeugen oder der Gleisstrecke ergeben.
b) Maßnahmen zur Risikovorbeugung bzw. -vermeidung:
Die Bedienung/Steuerung des Zuges ist nur nach erfolgreich absolvierter Fahrprüfung vor der zulassenden Behörde vorgesehen, laufende Übungen und Schulungen der Lokführer sowie strenge Bedienungsvorschriften sorgen für einen möglichst verlässlichen, bedienungssicheren Transportbetrieb. Bei der Konstruktion und Herstellung der Betriebsmittel und der Transportanlage wurden sicherheitstechnisch auf bestem Stand der Technik beruhende Verfahren und Materialien verwendet.
Als Zugfahrzeuge werden standardisierte moderne Serien-Akkulokomotiven Schweizer Fabrikates verwendet, welche in zahlreichen Bergbaubetrieben und Untertagebaustellen (z. B. Bau des Ärmelkanal-Tunnels) weltweit unter wesentlich härteren Rahmenbedingungen, als bei uns, bisher zuverlässig im Einsatz stehen.
Alle Teile der mechanischen Fahrwerkskonstruktion sind für wesentlich höhere Fahrgeschwindigkeiten konzipiert und zugelassen, als tatsächlich im Normalbetrieb verwendet wird. Diese Einsatzgeschwindigkeit beträgt nur etwa 8 km/h.
Laufende (tägliche) Kontrolle der Gleisanlage mit jährlicher Wartung und abschnittsweiser Gleisneuverlegung während der Wintermonate sorgen nicht nur für eine möglichst sichere, sondern auch für eine möglichst ruhig laufende Gleisanlage. Auch die gesamte Fahrzeugtechnik unterliegt einer strengen, laufenden Überwachung und es wird zumindest einmal jährlich ein umfassender Service in den betriebseigenen Werkstätten durchgeführt.
c) Der mögliche Risikofall (Entgleisung):
Bei Entgleisung eines Waggons oder Zugteiles würde der Zug vom Lokführer abgebremst und durch die zusätzliche Bremswirkung eines außerhalb der Schiene laufenden Zugteiles innerhalb weniger Meter zum Stillstand kommen.
d) Vorbeugung zur Risikobewältigung:
Werkzeuge und Winden zur Wiedereinrichtung des entgleisten Teiles werden am Zug mitgeführt, ebenso Erste-Hilfe-Ausrüstung für eine Erstversorgung eventuell verletzter Personen des betroffenen Waggons. An jedem Punkt der Gleisstrecke wäre ein entgleister Waggon entweder über den gleisparallel geführten Laufsteg oder über die Stollensohle von zumindest einer Seite für das Zugpersonal erreichbar. Über das im Heilstollen installierte Telefonnetz ist eine rasche Alarmierung externer Hilfeleistungen aus dem Kurhaus möglich, etwa die Anforderung eines Bereitschaftsantriebswagen zum Abtransport der noch intakten Zugteile und der verletzten Personen. Im Einzelfall würden über vorhandene Alarmpläne auch Hilfeleistungen durch die mit der Situation im Heilstollen vertraute Freiwillige Feuerwehr Bad Gastein (Personenbergung) und¦oder das Rote Kreuz Bad Gastein (Versorgung von Verletzten) innerhalb kurzer Zeit zur Verfügung stehen.
Es ist davon auszugehen, dass ein solches Ereignis nur bei einem schweren technischen Gebrechen (etwa ein Rad- oder Schienenbruch) möglich ist. Dennoch sind Szenarien wie oben beschrieben, fixer Bestandteil von Rettungsübungen in Zusammenarbeit mit internen und externen Hilfskräften. Entsprechende Alarmpläne liegen vor.
Das Zugfahrzeug befindet sich an der Zugspitze und besteht aus zwei einmotorigen Antriebswagen, welche von zwei mitgeführten Akkumulatoren mit dem nötigen Betriebsstrom (Antrieb, Beleuchtung, Überwachung) versorgt werden. Der in voll besetztem Zustand etwa 25 Tonnen wiegende, knapp 80 m lange betriebsbereite Zug wird mit einer mittleren Fahrgeschwindigkeit von 8 km/h auf der Gleisstrecke durch den Heilstollen bewegt. Die 1,8 km zwischen Gesundheitszentrum und Therapiebereich werden somit in etwa 13 min. Fahrzeit bewältigt.
a) Mögliche Risikofaktoren beim schienengebundenen Transport:
Beim schienengebundenen Transport können sich Risikofaktoren einerseits durch menschliche Bedienungsfehler/Unachtsamkeit des Begleitpersonals und andererseits durch technische Gebrechen oder Fehlkonstruktionen an den Fahrzeugen oder der Gleisstrecke ergeben.
b) Maßnahmen zur Risikovorbeugung bzw. -vermeidung:
Die Bedienung/Steuerung des Zuges ist nur nach erfolgreich absolvierter Fahrprüfung vor der zulassenden Behörde vorgesehen, laufende Übungen und Schulungen der Lokführer sowie strenge Bedienungsvorschriften sorgen für einen möglichst verlässlichen, bedienungssicheren Transportbetrieb. Bei der Konstruktion und Herstellung der Betriebsmittel und der Transportanlage wurden sicherheitstechnisch auf bestem Stand der Technik beruhende Verfahren und Materialien verwendet.
Als Zugfahrzeuge werden standardisierte moderne Serien-Akkulokomotiven Schweizer Fabrikates verwendet, welche in zahlreichen Bergbaubetrieben und Untertagebaustellen (z. B. Bau des Ärmelkanal-Tunnels) weltweit unter wesentlich härteren Rahmenbedingungen, als bei uns, bisher zuverlässig im Einsatz stehen.
Alle Teile der mechanischen Fahrwerkskonstruktion sind für wesentlich höhere Fahrgeschwindigkeiten konzipiert und zugelassen, als tatsächlich im Normalbetrieb verwendet wird. Diese Einsatzgeschwindigkeit beträgt nur etwa 8 km/h.
Laufende (tägliche) Kontrolle der Gleisanlage mit jährlicher Wartung und abschnittsweiser Gleisneuverlegung während der Wintermonate sorgen nicht nur für eine möglichst sichere, sondern auch für eine möglichst ruhig laufende Gleisanlage. Auch die gesamte Fahrzeugtechnik unterliegt einer strengen, laufenden Überwachung und es wird zumindest einmal jährlich ein umfassender Service in den betriebseigenen Werkstätten durchgeführt.
c) Der mögliche Risikofall (Entgleisung):
Bei Entgleisung eines Waggons oder Zugteiles würde der Zug vom Lokführer abgebremst und durch die zusätzliche Bremswirkung eines außerhalb der Schiene laufenden Zugteiles innerhalb weniger Meter zum Stillstand kommen.
d) Vorbeugung zur Risikobewältigung:
Werkzeuge und Winden zur Wiedereinrichtung des entgleisten Teiles werden am Zug mitgeführt, ebenso Erste-Hilfe-Ausrüstung für eine Erstversorgung eventuell verletzter Personen des betroffenen Waggons. An jedem Punkt der Gleisstrecke wäre ein entgleister Waggon entweder über den gleisparallel geführten Laufsteg oder über die Stollensohle von zumindest einer Seite für das Zugpersonal erreichbar. Über das im Heilstollen installierte Telefonnetz ist eine rasche Alarmierung externer Hilfeleistungen aus dem Kurhaus möglich, etwa die Anforderung eines Bereitschaftsantriebswagen zum Abtransport der noch intakten Zugteile und der verletzten Personen. Im Einzelfall würden über vorhandene Alarmpläne auch Hilfeleistungen durch die mit der Situation im Heilstollen vertraute Freiwillige Feuerwehr Bad Gastein (Personenbergung) und¦oder das Rote Kreuz Bad Gastein (Versorgung von Verletzten) innerhalb kurzer Zeit zur Verfügung stehen.
Es ist davon auszugehen, dass ein solches Ereignis nur bei einem schweren technischen Gebrechen (etwa ein Rad- oder Schienenbruch) möglich ist. Dennoch sind Szenarien wie oben beschrieben, fixer Bestandteil von Rettungsübungen in Zusammenarbeit mit internen und externen Hilfskräften. Entsprechende Alarmpläne liegen vor.
Elektrischer¦mechanischer Schwelbrand
Die möglichen verheerenden Auswirkungen von Bränden in untertägigen Anlagen sind bekannt und werden auch bei uns mit Respekt und Vorsicht behandelt.
a) Mögliche Risikofaktoren (Brandentstehung und -ausbreitung):
Gefahrenquellen für die Entstehung von Bränden in unserer Anlage sind unter Berücksichtigung aller möglichen Eventualitäten bestenfalls aufgrund eines elektrischen Fehlers in der ortsfesten Stromversorgung des Therapiebereiches bzw. in der mobilen Stromversorgung des Zuges, oder durch längerfristige mechanische Überbelastung von bewegten Zugkomponenten (Getriebe, Radlager, etc.) denkbar.
b) Maßnahmen zur Risikovorbeugung bzw. -vermeidung:
Generell werden im gesamten Stollenbereich an keiner Stelle leicht entflammbare, selbstzündende oder gar explosive Stoffe und Materialien gelagert, eingebaut oder für den Betrieb verwendet. Aufgrund des geologisch¦lithologischen Aufbaues des Heilstollens, ist das Auftreten natürlicher (brennbarer, explosiver oder giftiger) Gase im gesamten Bereich ebenfalls ausgeschlossen.
Die notwendige Energieversorgung des Heilstollens¦Therapiebereiches zur Belüftung, Beleuchtung und Überwachung geschieht elektrisch, wobei das gesamte zugängliche Stromnetz aufgrund der hohen natürlichen Luftfeuchtigkeit im Heilstollen als 42 V-Niederspannung geführt wird. Alle Stromkreise sind speziell gegen Kurzschluss und Überlast abgesichert, Verteiler und Transformer sind in luftdichten Gehäusen in abgeschlossenen Felsnischen eingebaut. Die gesamte elektrische Anlage des Heilstollens unterliegt einer regelmäßigen, internen (Betriebselektriker) und externen Überprüfung¦Wartung. Die jährliche externe Überprüfung durch einen beeideten Sachverständigen für Elektrotechnik bestätigt, dass bei Einhaltung der regelmäßigen Wartungen, das Ausgehen einer Brandgefahr von den elektrischen Anlagen im Paselstollen nach menschlichen Ermessen auszuschließen ist.
c) Der Risikofall (Ausbruch eines Brandes):
Das Auftreten eines (Schwel-)Brandes in der Stollenanlage oder am Zugfahrzeug könnte relativ schnell vom Personal bemerkt werden und mit bereitstehenden Feuerlöschern bereits in der Anfangsphase beherrscht werden. Das feuchte Heilstollenklima, die an allen Gegenständen anhaftende Kondensationsnässe und das Fehlen von zündfähigen Brandlasten, machen eine rasche unkontrollierte Ausbreitung von offenen Flammen sehr unwahrscheinlich. Die geringe Wettergeschwindigkeit im horizontal verlaufenden Heilstollen ohne weitere Tagöffnung im gesamten Bereich schließt brandbeschleunigende Kamineffekte von vornherein aus. Entstandener Wasserdampf und Rauch kann jedoch jederzeit mit der aktiven (schaltbaren) Stollenlüftung im Heilstollen transportiert werden.
d) Vorbeugung zur Risikobewältigung:
Bei Ausfall einer Antriebslok kann der gesamte Zug auch mit der zweiten mitgeführten Lok ohne Einschränkung betrieben werden. Darüber hinaus ist eine Bergung des Zuges jederzeit auch mit der im Gesundheitszentrum bereitstehenden Bergelok möglich.
Im Bereich der Engstellen im Heilstollen kann der Zug über einen seitlichen parallelen Laufsteg verlassen werden, ebenso ist durch diesen Laufsteg der Zugang zu jedem Waggon für eventuelle Hilfemaßnahmen gewährleistet.
Die für eine maximale Frischluftförderung von 200 m/min. ausgelegte aktive Stollenventilation und Absaugung (Bewetterung) kann im Bedarfsfall den Brandumständen gemäß gesteuert und bezüglich Leistung und Luftstrom geschaltet werden.
Der Heilstollen besitzt eine unabhängige Löschwasserversorgung am linken Stollenulm (im Bereich des Laufsteges), von wo aus alle 100 m über Hebelventile jederzeit auf eine Wassermenge von ca. 50 l/min. (6 bar) zugegriffen werden kann.
Als Sicherheitsausrüstung werden am Zug weiters ständig Telefon, Feuerlöscher, Notlampen, Bergewerkzeuge, medizinische Notfallausrüstungen sowie 2 Notfallabteile und ein Not- bzw. Bergewaggon mitgeführt. Zwei erfahrene Lokführer und ein Arzt sind ständig am Zug. Parallel steht im Gesundheitszentrum permanent ein Einsatzteam mit unabhängigem Bergezug zur ersten Hilfeleistung bereit. Alarm- und Rettungspläne liegen auf und werden im Rahmen von Übungen laufend aktualisiert.
a) Mögliche Risikofaktoren (Brandentstehung und -ausbreitung):
Gefahrenquellen für die Entstehung von Bränden in unserer Anlage sind unter Berücksichtigung aller möglichen Eventualitäten bestenfalls aufgrund eines elektrischen Fehlers in der ortsfesten Stromversorgung des Therapiebereiches bzw. in der mobilen Stromversorgung des Zuges, oder durch längerfristige mechanische Überbelastung von bewegten Zugkomponenten (Getriebe, Radlager, etc.) denkbar.
b) Maßnahmen zur Risikovorbeugung bzw. -vermeidung:
Generell werden im gesamten Stollenbereich an keiner Stelle leicht entflammbare, selbstzündende oder gar explosive Stoffe und Materialien gelagert, eingebaut oder für den Betrieb verwendet. Aufgrund des geologisch¦lithologischen Aufbaues des Heilstollens, ist das Auftreten natürlicher (brennbarer, explosiver oder giftiger) Gase im gesamten Bereich ebenfalls ausgeschlossen.
Die notwendige Energieversorgung des Heilstollens¦Therapiebereiches zur Belüftung, Beleuchtung und Überwachung geschieht elektrisch, wobei das gesamte zugängliche Stromnetz aufgrund der hohen natürlichen Luftfeuchtigkeit im Heilstollen als 42 V-Niederspannung geführt wird. Alle Stromkreise sind speziell gegen Kurzschluss und Überlast abgesichert, Verteiler und Transformer sind in luftdichten Gehäusen in abgeschlossenen Felsnischen eingebaut. Die gesamte elektrische Anlage des Heilstollens unterliegt einer regelmäßigen, internen (Betriebselektriker) und externen Überprüfung¦Wartung. Die jährliche externe Überprüfung durch einen beeideten Sachverständigen für Elektrotechnik bestätigt, dass bei Einhaltung der regelmäßigen Wartungen, das Ausgehen einer Brandgefahr von den elektrischen Anlagen im Paselstollen nach menschlichen Ermessen auszuschließen ist.
c) Der Risikofall (Ausbruch eines Brandes):
Das Auftreten eines (Schwel-)Brandes in der Stollenanlage oder am Zugfahrzeug könnte relativ schnell vom Personal bemerkt werden und mit bereitstehenden Feuerlöschern bereits in der Anfangsphase beherrscht werden. Das feuchte Heilstollenklima, die an allen Gegenständen anhaftende Kondensationsnässe und das Fehlen von zündfähigen Brandlasten, machen eine rasche unkontrollierte Ausbreitung von offenen Flammen sehr unwahrscheinlich. Die geringe Wettergeschwindigkeit im horizontal verlaufenden Heilstollen ohne weitere Tagöffnung im gesamten Bereich schließt brandbeschleunigende Kamineffekte von vornherein aus. Entstandener Wasserdampf und Rauch kann jedoch jederzeit mit der aktiven (schaltbaren) Stollenlüftung im Heilstollen transportiert werden.
d) Vorbeugung zur Risikobewältigung:
Bei Ausfall einer Antriebslok kann der gesamte Zug auch mit der zweiten mitgeführten Lok ohne Einschränkung betrieben werden. Darüber hinaus ist eine Bergung des Zuges jederzeit auch mit der im Gesundheitszentrum bereitstehenden Bergelok möglich.
Im Bereich der Engstellen im Heilstollen kann der Zug über einen seitlichen parallelen Laufsteg verlassen werden, ebenso ist durch diesen Laufsteg der Zugang zu jedem Waggon für eventuelle Hilfemaßnahmen gewährleistet.
Die für eine maximale Frischluftförderung von 200 m/min. ausgelegte aktive Stollenventilation und Absaugung (Bewetterung) kann im Bedarfsfall den Brandumständen gemäß gesteuert und bezüglich Leistung und Luftstrom geschaltet werden.
Der Heilstollen besitzt eine unabhängige Löschwasserversorgung am linken Stollenulm (im Bereich des Laufsteges), von wo aus alle 100 m über Hebelventile jederzeit auf eine Wassermenge von ca. 50 l/min. (6 bar) zugegriffen werden kann.
Als Sicherheitsausrüstung werden am Zug weiters ständig Telefon, Feuerlöscher, Notlampen, Bergewerkzeuge, medizinische Notfallausrüstungen sowie 2 Notfallabteile und ein Not- bzw. Bergewaggon mitgeführt. Zwei erfahrene Lokführer und ein Arzt sind ständig am Zug. Parallel steht im Gesundheitszentrum permanent ein Einsatzteam mit unabhängigem Bergezug zur ersten Hilfeleistung bereit. Alarm- und Rettungspläne liegen auf und werden im Rahmen von Übungen laufend aktualisiert.
Steinschlag und Verbruch im Heilstollen
Der ca. 1,8 km lange Paselstollen und sein anschließender Therapiebereich wurde in den Jahren 1941 bis 1944 ursprünglich zu Bergbauzwecken im Bohr- und Sprengbetrieb hergestellt. Die bei diesem Vortriebsverfahren naturgemäß entstehenden starken Erschütterungen des Gebirges, sorgen -im Gegensatz zu (modernen) schneidenden¦fräsenden Verfahren - bereits bei der Herstellung für eine maximale Entlastung der durch und um den geschaffenen Hohlraum entstehenden Gebirgsspannungen, sodaß die Ausbildung von nachträglichen Verbrüchen bereits von Beginn an minimiert ist.
a) Mögliche gebirgstechnische Risikofaktoren:
Wie in jedem untertägigen Hohlraum besteht auch im Paselstollen eine prinzipielle Gefahr des lokalen Nachbruches, welcher im Bergbau niemals beseitigt, sondern durch geeignete Maßnahmen (siehe unten) nur minimiert werden kann.
Mit sonst im Bergbau üblichen gebirgstechnischen Gefahren, wie z. B. eines Wassereinbruches, ist aufgrund der Tatsache, dass keine laufenden Vortriebs- und Gewinnungsarbeiten stattfinden und sich das gesamte Grubengebäude seit mehr als 50 Jahren praktisch im Ruhestand befindet, weiter nicht zu rechnen.
b) Maßnahmen zur Risikovorbeugung bzw. -vermeidung:
Der relativ geringe Querschnitt des Heilstollens (ca. 2,5m x 2,5m), seine inzwischen über 50-jährige Stabilisierung sowie eine permanente Überwachung und Pflege, tragen allgemein zur Minimierung einer Verbruchgefahr im Heilstollen bei. Die kompakte Struktur des aus Gneisgestein aufgebauten Felses wird einerseits durch eine 1,5 - 2,0 m tiefe Felsankerung entlang der Firste (Decke) und an beiden Ulmen (Seitenwände) stabilisiert, stärker aufgelockerte Bereiche werden von einer armierten Spritzbetonauskleidung zusätzlich geschützt (weltweit annerkanntes und erprobtes Ausbauverfahren). Dennoch werden alle verwendeten Heilstollenstrecken regelmäßig überwacht und auf eventuelle Veränderungen kontrolliert.
c) Der mögliche Risikofall (Verbruch):
Im Extremfall kann durch ein Verbruchereignis eine Behinderung der Ein- und Ausfahrt für den Heilstollenzug entstehen. Anders als sonst in Bergwerksstollen üblich, wird im Paselstollen die Aufenthaltszeit von Personen vor allem durch überdurchschnittlich hohe Lufttemperaturen (bis 41,5 °C) und -feuchtigkeiten (bis 100 % rel.) beschränkt, sodaß der künstlichen Zufuhr von Frischluft eine wesentliche Bedeutung zukommt. Nach Ansicht von Experten ist jedoch mit großen Verbrüchen nicht zu rechnen.
d) Vorbeugung zur Risikobewältigung:
Generell können dem Heilstollen bis zur Station IV im Notfall über die bestehende Ventilationsanlage bis zu 200 m³ Außenluft pro Minute künstlich zugeführt werden, um die natürliche Heilstollenluft vor Ort zu kühlen bzw. zu trocknen. Auch bei all- jährlich, während der Wintermonate durchzuführenden Reparatur- und Wartungsarbeiten im Heilstollen, wird auf diese Art und Weise in kurzer Zeit ein verträgliches Arbeitsklima für die im Heilstollen¦Therapiebereich arbeitenden Bergleute erzeugt.
Bei Ausfall oder Störung der Hauptbewetterungsanlage kann jederzeit über ein zweites unabhängiges System (Pressluftversorgung) Außenluft überall im Heilstollen zugeführt werden. Der gesamte Therapiebereich ist mit größtenteils geschützt verlegten Notbeleuchtungssystemen und modernen Telefonanlagen ausgestattet, eine Versorgung mit Trinkwasser über die bestehende Wasserleitung ist ebenfalls möglich.
Selbstverständlich wurden auch für einen solchen Notfall entsprechende Alarmpläne zur externen Hilfeleistung erarbeitet. Intern werden zur möglichst raschen Bergung ein Bergezug und ein Bereitschaftsdienst bereitgehalten.
a) Mögliche gebirgstechnische Risikofaktoren:
Wie in jedem untertägigen Hohlraum besteht auch im Paselstollen eine prinzipielle Gefahr des lokalen Nachbruches, welcher im Bergbau niemals beseitigt, sondern durch geeignete Maßnahmen (siehe unten) nur minimiert werden kann.
Mit sonst im Bergbau üblichen gebirgstechnischen Gefahren, wie z. B. eines Wassereinbruches, ist aufgrund der Tatsache, dass keine laufenden Vortriebs- und Gewinnungsarbeiten stattfinden und sich das gesamte Grubengebäude seit mehr als 50 Jahren praktisch im Ruhestand befindet, weiter nicht zu rechnen.
b) Maßnahmen zur Risikovorbeugung bzw. -vermeidung:
Der relativ geringe Querschnitt des Heilstollens (ca. 2,5m x 2,5m), seine inzwischen über 50-jährige Stabilisierung sowie eine permanente Überwachung und Pflege, tragen allgemein zur Minimierung einer Verbruchgefahr im Heilstollen bei. Die kompakte Struktur des aus Gneisgestein aufgebauten Felses wird einerseits durch eine 1,5 - 2,0 m tiefe Felsankerung entlang der Firste (Decke) und an beiden Ulmen (Seitenwände) stabilisiert, stärker aufgelockerte Bereiche werden von einer armierten Spritzbetonauskleidung zusätzlich geschützt (weltweit annerkanntes und erprobtes Ausbauverfahren). Dennoch werden alle verwendeten Heilstollenstrecken regelmäßig überwacht und auf eventuelle Veränderungen kontrolliert.
c) Der mögliche Risikofall (Verbruch):
Im Extremfall kann durch ein Verbruchereignis eine Behinderung der Ein- und Ausfahrt für den Heilstollenzug entstehen. Anders als sonst in Bergwerksstollen üblich, wird im Paselstollen die Aufenthaltszeit von Personen vor allem durch überdurchschnittlich hohe Lufttemperaturen (bis 41,5 °C) und -feuchtigkeiten (bis 100 % rel.) beschränkt, sodaß der künstlichen Zufuhr von Frischluft eine wesentliche Bedeutung zukommt. Nach Ansicht von Experten ist jedoch mit großen Verbrüchen nicht zu rechnen.
d) Vorbeugung zur Risikobewältigung:
Generell können dem Heilstollen bis zur Station IV im Notfall über die bestehende Ventilationsanlage bis zu 200 m³ Außenluft pro Minute künstlich zugeführt werden, um die natürliche Heilstollenluft vor Ort zu kühlen bzw. zu trocknen. Auch bei all- jährlich, während der Wintermonate durchzuführenden Reparatur- und Wartungsarbeiten im Heilstollen, wird auf diese Art und Weise in kurzer Zeit ein verträgliches Arbeitsklima für die im Heilstollen¦Therapiebereich arbeitenden Bergleute erzeugt.
Bei Ausfall oder Störung der Hauptbewetterungsanlage kann jederzeit über ein zweites unabhängiges System (Pressluftversorgung) Außenluft überall im Heilstollen zugeführt werden. Der gesamte Therapiebereich ist mit größtenteils geschützt verlegten Notbeleuchtungssystemen und modernen Telefonanlagen ausgestattet, eine Versorgung mit Trinkwasser über die bestehende Wasserleitung ist ebenfalls möglich.
Selbstverständlich wurden auch für einen solchen Notfall entsprechende Alarmpläne zur externen Hilfeleistung erarbeitet. Intern werden zur möglichst raschen Bergung ein Bergezug und ein Bereitschaftsdienst bereitgehalten.