Gasteiner Heilstollen
Gesundheit in Gastein
Geschichte des Gasteiner Heilstollens
23.10.2018
Indikation Fibromyalgie
Erfahrungen einer Fibromyalgie-Patientin
14.11.2018
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Heilstollen-Therapie soll noch besser werden

Arzt Heilstollen Therapie

Dr. med. Martin Offenbächer, ärztlicher Leiter des Gasteiner Heilstollen

Neuer ärztlicher Leiter

Einige Patienten haben ihn bereits kennengelernt, den neuen ärztlichen Leiter des Gasteiner Heilstollens. Nach einer Übergangszeit ist Dr. med. Martin Offenbächer, Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin, seit 1. Juli unser neuer ärztlicher Leiter. Mit ihm kommt jede Menge fachliche Kompetenz in den Heilstollen, der – wie er selber sagt – gut zu ihm passt. Patienten dürfen sich auf einen international sehr gut vernetzten, ganzheitlich arbeitenden und sympathischen Arzt freuen. Wir haben mit ihm gesprochen:

 

Herr Dr. Offenbächer, Sie sagen selbst, der Heilstollen passt hervorragend zu Ihnen, warum?

„Einerseits war eine berufliche Umorientierung für meine Frau und mich von München nach Österreich schon lange beschlossene Sache. Vieles in meinem Lebenslauf passt nahezu perfekt zum Anforderungsprofil eines Kuranbieters wie dem Gasteiner Heilstollen. Schwerpunkte meiner bisherigen Tätigkeit lagen im Bewegungsapparat und chronischem Schmerz, dem Aufbau einer interdisziplinären Tagesklinik für Patienten mit Fibromyalgie sowie zahlreichen Projekten zur Gesundheitsförderung. Auch Erfahrungen in der Rheumatologie kann ich vorweisen. Ich glaube mit meiner 25-Jährigen Erfahrung und meinem internationalen Netzwerk von Experten, die Heilstollen-Therapie in den nächsten Jahren weiterentwickeln zu können. Gleichzeitig bietet mir der Heilstollen ideale Arbeitsbedingungen und Aufgeschlossenheit, um neue wissenschaftliche Untersuchungen durchzuführen.“

Arzt mit Patientin

Morbus Bechterew: Dr. Offenbächer erklärt der Patientin wie sich die Wirbelsäule verändert

Wo sehen Sie denn noch Potential in der Heilstollen-Therapie?

„Zunächst muss ich betonen, dass die Radonwärmetherapie wirklich erstaunliche Erfolge hinsichtlich einer anhaltenden Schmerzreduktion erzielen kann. Ich habe viele Jahre klinische und wissenschaftliche Erfahrungen bei der Behandlung der Fibromyalgie vorzuweisen, aber solche Erfolge wie ich sie in den letzten Wochen sehen konnte, gab es so doch eher nicht. Die Heilstollenwirkung ist demnach wirklich besonders. Daher ist es vielmehr wichtig an den begleitenden Gesundheitsangeboten für die Patienten zu arbeiten. Stressmanagement beispielsweise ist, neben den etablierten physiotherapeutischen Methoden und Formen der Bewegungstherapien, ein wichtiges Thema – und das der Patient mit einer konkreten Idee nach Hause fährt, was er selbst machen kann, um an Lebensqualität zu gewinnen.“

Wie genau könnte so etwas denn aussehen?

„Es wird noch etwas dauern, bis die Optimierungsmaßnahmen eingeführt werden. Vorstellbar sind Schulungsprogramme, die einem ganzheitlichen Konzept entsprechen. Neben den Einfahrten würden Patienten dann einige Arzt- und Gruppengespräche mit mir und meinen Kollegen in Anspruch nehmen. Hier werden u.a. die individuellen Stressfaktoren besprochen, denn sie beeinflussen bei der Fibromyalgie in besonderem Maße, aber auch bei rheumatischen oder anderen chronischen Krankheitsbildern, den Krankheitsverlauf. Zudem ist das Annehmen der eigenen Erkrankung ein erster wichtiger Schritt zur Besserung, da das Nicht-Annehmen ein mitunter großer Stressor für den Einzelnen darstellt. Dies alles fände auf Basis der aktuellen wissenschaftlichen Forschungslage statt und würde auch empirisch begleitet.“

Dr. Offenbächer im Gespräch

Gespräche mit Patienten über Stressmanagement sollen einen wichtigen Stellenwert einnehmen

Stressmanagement ist also ein wichtiges Thema?

„Ja, Fibromyalgie-Patienten beispielsweise haben oft viel Stress und müssen lernen, damit umzugehen. Dazu gehört auch, zu erkennen, was Stress ist. Was stresst mich im Leben? Wie gehe ich mit Wut und Ärger um? Wie lerne ich anderen und insbesondere mir selbst zu vergeben? Fibromyalgie-Patienten sind oft perfektionistisch, müssen aber lernen, dass die eigenen Ansprüche mit einer solchen Krankheit nicht mehr konform gehen. Kann ich mich jedoch in allen Facetten annehmen, geht es meist schon besser. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse im Bereich Stress und Umgang mit Stressoren lassen sich aber ebenso gut auch auf andere Patientengruppen übertragen. Nahezu jeder profitiert von einem guten Stressmanagement.“

Und darüber hinaus, wo sehen sie noch Potential?

„Ich bin der Überzeugung, dass nicht nur ein Wirkfaktor der Heilstollen-Therapie zu diesen guten Ergebnissen bei den Patienten führen. Die Wirkung des Radons und der Hyperthermie, also der Überwärmung des Körpers, sind bereits bekannt und auch wissenschaftlich belegt. Es könnte aber noch weitere gesundheitsförderliche Aspekte geben. So verliert jeder Patient pro Einfahrt 1 bis 1,5 Liter Schweiß. Mit ihm aber auch viele ungesunde Stoffe. Das würde ich mir gern in der Zukunft noch näher anschauen.“

Ärztliche Untersuchung Heilstollen-Therapie

Dr. Offenbächer untersucht eine Patientin mit Morbus Bechterew

Also können sich unsere Patienten auf einen sehr innovativen Arzt freuen, auf was noch?

„Auf eine ganzheitliche Sicht! Es geht nicht isoliert um den Rücken, das Knie oder die Haut, sondern um den ganzen Menschen. Mir ist wichtig, dem Patienten lösungsorientierte neue Wege für eine bessere Lebensqualität aufzuzeigen, die er/sie nach der Kur im Alltag beschreiten kann.“

Haben Sie denn gleich für unsere Patienten einen alltagstauglichen Tipp?

„Ja! Jeder sollte sein Therapieziel überdenken. Statt der verständlicherweise ersehnten vollständigen Schmerzfreiheit, sollte jeder Kranke vielmehr seine Lebensqualität in den Vordergrund stellen. Wer beispielsweise seine Stressfaktoren reduziert und sich weniger auf seine Schmerzen fokussiert, kann deutlich an Lebensqualität gewinnen.“

Vielen Dank! Verraten Sie uns noch, wie so ein typischer Arbeitstag eines ärztlichen Leiters im Heilstollen aussieht?

„Der ist unheimlich vielfältig und sehr abwechslungsreich. Zunächst ist da der persönliche Kontakt zu den Patienten zu nennen. Aber auch Emails an Patienten und Kollegen müssen geschrieben werden, es gibt viele Besprechungen und im Moment auch noch viele Stunden, die ich mit Recherchen verbringe. Dann organisiere ich Fortbildungen für Kollegen und Physiotherapeuten und die Kontakte zu internationalen Experten rund um die Themen des Heilstollens wollen gepflegt werden. Nicht zuletzt gehört auch die Betreuung von Studenten dazu.“

6 Kommentare

  1. Claudia Walkensteiner-Preschl sagt:

    Ich war im Juli 2018 neun mal im Heilstollen mit Diagnose COPD 3, Parallel dazu habe ich TCM Medizin genommen. Ich kann es noch kaum fassen, bin seit einigen Wochen weitestgehend wieder gesund. Danke und beste Empfehlung! c Walkensteiner

    • Gasteiner Heilstollen sagt:

      Liebe Frau Walkensteiner-Preschl,

      was für ein toller Kurerfolg! Wir freuen uns mit Ihnen und drücken die Daumen, dass der Erfolg lange anhält.

      Herzlich, Ihr Heilstollen-Team

  2. Petra Wunderle sagt:

    Leide an Gelenkschmerzen. Bin an einen Kur-Urlaub interessiert.

    • Gasteiner Heilstollen sagt:

      Liebe Frau Wunderle,

      Sie erhalten in Kürze eine Email mit Informationenvon uns.

      Herzlich, Ihr Heilstollen-Team

  3. Gabi Perrotta sagt:

    Hallo.
    Hätten sie auch einen Info Katalog zu verschicken?
    MfG.G.Perrotta

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