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Neurodermitis – wie wirkt der Heilstollen?

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Menschen mit Neurodermitis (atopische Dermatitis) leiden meist sehr stark. Die Haut juckt extrem und Betroffene kratzen sich oft blutig. Erfahrungen zeigen, dass auch bei Neurodermitis alternative Behandlungen Erleichterung bringen können und helfen, Kortison zu reduzieren. Im Gasteiner Heilstollen finden Betroffene die heilsame Kombination aus radonhaltiger Luft und tropischem Klima. Über Haut und Lunge aufgenommen, nimmt Radon Einfluss auf das Immunsystem. Im Gasteinertal gibt es darüber hinaus ein natürliches Reizklima, vom dem Patienten mit im Rahmen einer Neurodermitis Kur profitieren.

 

Alternative Behandlung wirkt auf das Immunsystem

Neurodermitis gehört zu den Krankheitsbildern, die in der 65-jährigen Geschichte des Heilstollens erst seit einiger Zeit behandelt werden. Zwar sind gesundheitliche Wirkungen der alternativen Behandlung mit Radon auf Hauterkrankungen schon früh beschrieben, aber die Therapie von Rheuma & Co. nahm bisher einen höheren Stellenwert ein. Auch, weil die wissenschaftliche Studienlage zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen sehr gut ist.

Radon wirkt aufs Immunsystem

Nun sind es genau diese wissenschaftlichen Untersuchungen zu Rheuma, welche die Radon-Kur bei Neurodermitis so interessant machen. Denn sie weisen nach, dass Radon zur Verringerung von Entzündungsbotenstoffen führt. In vielen Studien konnte bestätigt werden, dass die alternative Behandlung das Immunsystem der Patienten beeinflussen kann. Letztendlich handelt es sich auch bei atopischer Dermatitis um eine entzündliche Krankheit. Patienten, die mit herkömmlichen Therapien keine oder nur beschränkte Erfolge erzielen, können demnach in besonderem Maße von der alternativen Heilstollen-Behandlung bei Neurodermitis profitieren. Viele Patienten, die regelmäßig in den Heilstollen zur Neurodermitis-Kur kommen, benötigen keinen wissenschaftlichen Nachweis, weil sich ihre Symptome deutlich bessern. Um diese Erfahrungen zu untermauern, ist derzeit eine Anwendungsstudie zur «Effektivität der Radonbehandlung bei Atopischer Dermatitis» in Arbeit.

 

Gasteinertal: Kur hilft bei Neurodermitis

Im Heilstollen profitieren Patienten von einer Kombination aus Radon, Wärme und hoher Luftfeuchtigkeit. Im Rahmen einer Kur wirken bei den etwa einstündigen Therapieeinheiten diese Faktoren auf das Entzündungsgeschehen der Neurodermitis. Zusätzlich kann sich aber auch der Aufenthalt im alpinen Gebirge positiv auf die Erkrankung auswirken. Die Wirkfaktoren im Überblick:

Tropische Wärme führt zur Hyperthermie

Wärmehilft bei NeurodermitisDas tropische Klima im Heilstollen mit Wärme und hoher Luftfeuchtigkeit führt beim Patienten zu einer leichten Hyperthermie, die unter anderem immunstabilisierend wirkt. Durch die Überwärmung des Körpers mit gleichzeitigem Anstieg der Körperkerntemperatur um 0,5-1,5°C wird das Wiedererlernen des Schwitzens gefördert. Die Luft im Heilstollen ist darüber hinaus komplett allergen- und staubfrei. Der Hyperthermie-Effekt als wesentliches Element der Kur hat damit einerseits einen eigenen therapeutischen Nutzen und verstärkt anderseits die Radonaufnahme und fördert die Radonverteilung im Körper

 

Radon modifiziert das Immunsystem

Radon hilft bei NeurodermitisDas im Heilstollen in der Luft natürlich vorkommende Edelgas Radon wiederum hat direkte Auswirkungen auf das geschwächte Immunsystem von Patienten mit Neurodermitis. Über die vollständigen zugrundeliegenden Mechanismen ist sich die Wissenschaft jedoch noch nicht im Klaren. In einer neuen Studie wurden die Wirkungen der Radontherapie auf Immunreaktionen, Entzündungsmechanismen und den Knochenmetabolismus untersucht. Es wurde festgestellt, dass es bei der alternativen Behandlung mit Radon unter anderem zu einer Reduktion von Entzündungsarealen kommt. So erklären sich möglicherweise auch die positiven Wirkungen der Neurodermitis-Kur im Gasteiner Heilstollen. Viele Patienten berichten von einer Verminderung bzw. auch Beseitigung der Hautsymptome, die teilweise bereits nach wenigen Einfahrten erreicht werden. Das Immunsystem wird stabilisiert, die Entzündung gebremst, die normale Reaktionsfähigkeit der Haut wieder zurückgewonnen.

Natürliches Reizklima im Gasteinertal

Reitklima hilft bei Neurodermitis

Eine Kur im Gasteinertal bietet neben der Möglichkeit der Heilstollen-Therapie auch weitere positive Effekte für Patienten mit Neurodermitis. Vielen Neurodermitikern hilft es, sich dem Reizklima in den Bergen auszusetzen. Hier verbessern kühle Luft und hohe UV-Strahlung sowie besonders saubere, pollenarme Luft in den Höhenlagen den Gesundheitszustand. So lindert kühle Luft den quälenden Juckreiz und hilft, die Juckreiz-Kratz-Spirale zu durchbrechen, weil die Haut regenerieren kann. Auf die kühle Luft reagiert der Körper mit einer Engstellung der kleinen Blutgefäße. Auch die Wärmeregulation wird trainiert. Im Hochgebirge wirkt zudem die Sonne stärker als im Flachland. Dieser aktinische Wirkkomplex hat, sofern Sonnenbrände vermieden werden, positive Eigenschaften. Weiterer förderlicher Aspekt im Gebirge ist die Reinheit der Luft. Wenig Pollen und Luftschadstoffe helfen vor allem Menschen mit Allergien. Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Kot von Hausstaubmilben einer der häufigsten Auslöser von Neurodermitisschüben ist. In Höhen von mehr als 1.500 Metern gibt es diese Milben aufgrund der geringen Luftfeuchtigkeit aber nicht.

 

Studie Effektivität der Radontherapie bei Atopischer Dermatitis

Um die zahlreichen positiven Einzelerfahrungen auch wissenschaftlich zu untermauern, läuft derzeit eine Wirksamkeitsstudie zur „Effektivität von Radon-Behandlung bei atopischer Dermatitis“. Ziel ist, die Effektivität von Radon-Behandlungsserien zu überprüfen und in den Vergleich zu Teilnehmern, die einer Kontrollbehandlung unterzogen werden, zu stellen. Eine Gruppe von Teilnehmern erhält 8 – 10 Therapien im Radonstollen, die Kontrollgruppe nimmt als Vergleichsbehandlung Saunaeinheiten in Anspruch. Dabei werden verschiedene Parameter wie z.B. Medikamentenverbrauch, Hautzustand, gesundheitsbezogene Lebensqualität am Beginn wie auch am Ende der alternativen Neurodermitis-Behandlung sowie in regelmäßigen Abständen nach Beendigung der Therapie bestimmt. Die neu gewonnenen Erkenntnisse der Studie werden Aufschluss über den möglichen Nutzen der Radontherapie bei Neurodermitis liefern.

Studie Neurodermitis

Für die beschriebene Studie werden noch Teilnehmer angenommen. Die Universitätsklinik für Dermatologie Salzburg führt zusammen mit dem Forschungsinstitut Gastein der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität und dem Gasteiner Heilstollen die Studie zum Thema Effektivität der Radon Behandlung bei Atopischer Dermatitis in Bad Gastein durch.

Gesucht werden:

  • Probandinnen und Probanden im Alter von 18 bis 70 Jahren
  • mit leichter bis mittelschwerer Atopischer Dermatitis (Neurodermitis)
  • die einen kostenlosen zweiwöchigen Kuraufenthalt in Bad Gastein verbringen möchten.

Nähere Informationen zu Ablauf und Einschlusskriterien der Studie bei:
Frau Christine Söllner oder Frau Roswitha Mayer
Gasteiner Heilstollen
Tel. 06434 3753-0
E-Mail: christine.soellner@gasteiner-heilstollen.com

 

Studienteilnehmer über die alternative Behandlung bei Neurodermitis

Die ersten Erfahrungsberichte aus der Studie sind zum Großteil sehr positiv. Jürgen Wahl aus Amstetten berichtet wie die Kur bei seiner Neurodermitis geholfen hat:

„Seit meiner Geburt leide ich an schwerer Neurodermitis (atopische Dermatitis). Ständiger und zum Teil unerträglicher Juckreiz sowie offene, nässende und eitrige Haut sind seitdem meine ewigen Begleiter. Krankenhausaufenthalte waren oft die letzte Hilfe. Denn probiert habe ich alles, von zahlreichen Tabletten und Salben bis zur Eigenurintherapie. Doch leider kam ich seit Jahrzehnten nicht umhin, schwerste Kortisonsalben zu verwenden. Im Rahmen der Neurodermitis-Studie hatte ich acht Einfahrten in den Gasteiner Heilstollen. Nach anfänglichem Auf und Ab von Juckreiz und Hautbild war bereits nach der fünften Einfahrt der Juckreiz deutlich geringer und offene Stellen waren so gut wie weg. Bei den letzten beiden Stollenanwendungen wurde ich sogar auf mein Hautbild angesprochen – es war nicht zu übersehen, wie sehr es sich verbessert hatte.

In den 48 Jahren mit der Krankheit habe ich gute und schlechte Zeiten erlebt – allerdings war dies das erste Mal, dass sich die Symptome so rasant besserten. Auch jetzt, sieben Monate später, ist der Juckreiz bei fast null geblieben. Die Haut selbst ist bis auf einige Narben schön und das, obwohl ich seither auf Kortison verzichtet habe. Selbst notwendige Umbauarbeiten nach Studienende, die durch Staub und Schmutz in der Vergangenheit meist zu schlimmen Verschlechterungen und sogar Krankenhausaufenthalten geführt haben, verschlechterten die Symptome diesmal nur minimal. Für mich der letzte Beweis, wie gut die Therapie meinen Allgemeinzustand verbessert hat!“

 

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