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Patientin berichtet von ihren Fibromyalgie Schmerzen

Fibromyalgie-Patientin

Von der Berufsunfähigkeit zurück ins normale Leben

Nur mit etwa 40 Schmerztabletten pro Woche schaffte es Sabine über die Runden zu kommen. Zu dem Zeitpunkt hatte sie ihren Beruf als Bürokauffrau schon aufgeben müssen. Die Schmerzen der Fibromyalgie machten der 48-Jährigen Mutter von zwei Kindern das Leben zur Hölle – besonders in der Nacht. Kuren im Gasteiner Heilstollen brachten ihr nach langer Schmerz-Odyssee endlich Erleichterung. Heute lenkt Sabine zusammen mit ihrem Mann die Geschicke des Familienunternehmens und steht wieder mitten im Berufsleben. Wir haben mit der taffen Schwäbin über Schmerzen, Hartnäckigkeit und ihren Kraftort, dem Gasteiner Heilstollen, gesprochen.

Können Sie sich noch erinnern, wann die Schmerzen begannen?

„Natürlich! Vor zehn Jahren traten völlig unverhofft auf einmal Schmerzattacken auf. Zunächst vermutet mein behandelnder Arzt einen Bandscheibenvorfall. Doch der Verdacht bestätigt sich nicht. Der Schmerz fühlte sich wie hundert Nadel- oder Messerstiche an. Er begann an einer Stelle und wanderte dann weiter. Zuerst spürte ich Schmerzen an der linken, dann an der rechten Seite der Wirbelsäule entlang, später auch an der Halswirbelsäule, an Schultern, Händen und Füßen.“

Viele Fibromyalgie-Patienten plagen sich jahrelang mit unerträglichen Schmerzen, bevor sie eine Diagnose erhalten. War das bei Ihnen auch so?

„Gott sein dank nicht! Es dauerte aber dennoch zwölf lange Monate bis ich die richtige Diagnose erhielt. Das war eine unglaublich schwere Zeit, in der mich viele Ärzte als Hypochonder abtaten und meinten, ich würde an einer psychischen Erkrankung leiden. Das war furchtbar!“

Fibromyalgie Sprechstunde

Odysee von Arzt zu Arzt: Viele Fibromyalgie-Patienten sind Dauergast beim Arzt

Dennoch haben Sie verhältnismäßig schnell gewusst, dass eine Fibromyalgie die Schmerzen verursacht. Wie kam das?

„Ich glaube, es lang einer meiner Hartnäckigkeit. Ich habe einfach nicht lockergelassen und auf eigene Faust einen Rheumatologen aufgesucht. Das war etwa Jahr nachdem dem die Schmerzen das erste Mal auftraten. Als ich erfuhr, dass ich unter Fibromyalgie litt, hatte ich schon fast 2.000 Schmerztabletten geschluckt.“

Wie ging es weiter, nachdem Sie wussten, dass es Fibromyalgie ist?

„Die Hoffnung, dass mit Diagnose auch eine entsprechende Therapie möglich ist, löste sich rasch in Luft auf. Eine schulmedizinische Therapie für Fibromyalgie gibt es nicht. Ich schluckte weiter Schmerzmittel, die kaum halfen. Mein Körper litt unter den Fibromyalgie Schmerzen. Wenn ich abends nach Hause kam, braucht ich ewig, um zur Ruhe zu kommen. Doch sobald sich Ruhe oder Schlaf einstellen, gingen die Schmerzen von Neuem los. Nach nur drei Stunden Schlaf war für mich die Nacht vorbei, die Schmerzen stiegen ins Unermessliche, an Nachtruhe war nicht mehr zu denken. Tagsüber hielt ich mich mit etwa vier bis acht Schmerztabletten über Wasser. Doch die Tabletten können die Fibromyalgie Schmerzen nur lindern, nie ganz verschwinden lassen. Das macht Einen mürbe. Am Ende konnte ich nicht einmal mehr arbeiten. Mich trieb die Sorge um, vielleicht nie wieder arbeiten zu können.“

Fibromyalgie-Therapie gegen Schmerzen

Der Gasteiner Heilstollen ist bekannt für seine schmerzlindernden Wirkungen

Aber Sie haben sich ihrem Schicksal nicht ergeben?

„Nein. Ich habe wann immer ich die Kraft hatte nach Alternativen zu den Schmerzmedikamenten gesucht. Irgendwann bin ich auf den Gasteiner Heilstollen gestoßen. Die Vorstellung, in einem Berg Erlösung für meine Schmerzen zu finden, war zwar merkwürdig, aber ich dachte, einen Versuch ist es wert.“

Wie war der Effekt nach ihrer ersten Kur?

„Zunächst war ich erst einmal überrascht, dass ich wirklich weniger Schmerzen hatte. Die Schmerzlinderung nach der ersten Kur hielt etwa zwei Monate an. Das klingt vielleicht nicht viel, aber für mich waren es die ersten zwei Monate seit Erkrankungsbeginn, die ich einigermaßen gut überstanden habe. Je längere die Kur zurücklag, desto stärker wurden meine Schmerzen wieder.“

Fahren Sie heute noch zur Kur?

„Ja, inzwischen fahre ich sogar zweimal im Jahr in den Stollen und mache jeweils zehn Einfahrten. Die Wirkung tritt meist nach etwa sechs Wochen ein und hält seit der dritten Kur sechs Monate an. Nach der Kur gibt es sogar Wochen in denen ich keine einzige Tablette mehr nehme, gelegentlich nehme ich mal eine Schmerztablette pro Woche. Vor etwa vier Jahren gab es einen Sommer, da war ich fast komplett schmerzfrei – das war unbeschreiblich!“

Fibromyalgie

Heute wieder ohne Schmerzen möglich: Radfahren und Alltag

Heute steht Sabine wieder mitten im Leben. Macht Fitness, Yoga oder Nordic Walking und kann endlich mehr als drei Stunden am Stück schlafen. Zusammen mit ihrem Mann lenkt sie heute die Geschicke des Familienunternehmens, eine Firma für Oberflächenbeschichtung, und steht wieder mitten im Berufsleben.

Hintergrund: Fibromyalgie

Fibromyalgie beginnt oft schleichend. Betroffene leiden unter chronischen Schmerzen in Muskeln, Sehnen, Gelenken, Armen oder Beinen, welche Ärzte als sogenannte Tender-Points genau lokalisieren. Reagieren 11 der insgesamt 18 Hauptschmerzpunkte spontan schmerzhaft auf Druck, sprechen Mediziner vom Fibromyalgie-Syndrom. Häufig begleiten Dauer-Erschöpfung und Depression die Erkrankung. Bislang gilt Fibromyalgie als unheilbar. Selbst auf medikamentöse Therapien, die oft gravierende Nebenwirkungen mit sich bringen, sprechen nur 30 bis 40 Prozent der Patienten an.

 

2 Comments

  1. sigrid schrammel sagt:

    danke für den bericht. habe auch immer schmerzen. ich hoffe, dass ich eine reha bei ihnen wiedr bewilligt bekomme. ausserdem habe ich chronische bronchitis.

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