Gasteiner Heilstollen
Kuranbieter
7 Fragen zur Kur im Gasteiner Heilstollen
22.10.2019
Morbus Bechterew Medikamente
Morbus Bechterew Medikamente – eine Übersicht
12.11.2019
Zeige alle

Rheuma-Schmerzen: Radontherapie eine natürliche Alternative

Rheuma

Rheuma Patient im Gespräch

Wer chronische Rheuma-Schmerzen alternativ lindern will, für den sind Kuren mit Radon wirkungsvoll. Radon ist ein farb- und geruchloses Gas, das natürlich aus dem Gestein austritt. Jeder Mensch nimmt es über die Atemluft und Nahrung auf. Aufgrund seiner hohen therapeutischen Wirksamkeit bei verschiedenen Krankheitsbildern kommt Radon schon seit vielen 100 Jahren in niedrigen Dosen als Heilmittel zum Einsatz. Besonders gut hilft es bei Rheuma-Schmerzen.

Rheuma gilt als nicht-heilbar. Daher müssen Patienten mit starken Schmerzen meist mehrmals täglich zu Medikamenten greifen, die jedoch bei langfristiger Einnahme das Leiden durch auftretende Nebenwirkungen verschlimmern. Rezeptpflichtige Schmerzmittel sind beispielsweise Opiate. Sie können zum Beispiel Gewichtsverlust, Übelkeit und Atmungsstörungen verursachen. Daher versuchen sich viele Betroffene ohne Tabletten durchzubeißen. Alternativen wie die Radonwärmetherapie sind daher für viele eine gute Lösung. Sie können zwar die Krankheit ebenfalls nicht heilen, aber zumindest Schmerzen in natürlicher Form lindern.

Schmerzen erkennen

Ärztliche Untersuchung im Gasteiner Heilstollen

Rheuma ist nicht heilbar

Die meisten rheumatischen Erkrankungen gelten als nicht heilbar. Es gibt zwar heute viele moderne medikamentöse Behandlungsformen, sie können jedoch auch mit beträchtlichen Nebenwirkungen verbunden sein. Meist wird mit einer Kombination aus entzündungshemmenden, schmerzstillenden und immunmodulierenden Arzneien medikamentös behandelt. Um betroffene Gelenke beweglich zu erhalten, ist eine regelmäßige Physiotherapie meist wichtiger Teil der Therapie. Bei manchen Betroffenen ist eine Operation im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung unumgänglich, bei der zerstörte Gelenke durch eine Prothese ersetzt werden.

Das kann die Radonwärmetherapie

Erstes Therapieziel bei rheumatischen Erkrankungen ist immer Schmerzlinderung. Dabei kann die alternative Therapie helfen. Radon reduziert die Aktivität von Schmerzbotenstoffen, so dass Rheuma-Patienten deutlich weniger Schmerzen spüren. Dies ist auch wissenschaftlich erwiesen. Bei einigen Patienten setzt dieser Effekt schon gegen Ende der Kur ein, bei anderen verzögert nach einigen Wochen. Neueste Untersuchungen lassen sogar darauf schließen, dass die Radonwärmetherapie nicht nur eine rein symptomatische Schmerztherapie darstellt, sondern über den Stoffwechsel auch Autoimmunreaktionen – die bei Rheuma oft auch eine Rolle spielen – verringern kann. Ebenfalls wissenschaftlich belegt ist, eine positive Beeinflussung von entzündlichen Vorgängen in Gelenken.

Alternative Therapie

Im Heilstollen wirken Radon, Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit gegen Rheuma-Schmerzen

Wie die alternative Therapie funktioniert

Um Radon therapeutisch zu nutzen, fahren Patienten im Rahmen einer Kur mehrfach in den ehemaligen Bergwerk-Stollen, dessen Luft natürlich mit Radon angereichert ist. Patienten nehmen bei einer etwa einstündigen Therapieeinheit, die sie im Liegen verbringen, das Edelgas über Haut und Lunge in niedrigen Mengen auf. Radon setzt im Körper milde Alphastrahlen frei, die entzündungshemmende Botenstoffe aktivieren. Diese lindern anhaltend Schmerzzustände und begleitende Beschwerden. In Studien wurden die langanhaltenden schmerzlindernden Effekte der alternativen Therapie bestätigt.

Radon-Stollen gibt es beispielsweise in Deutschland, Österreich und Tschechien. Im Österreichischen Gasteiner Heilstollen kommen neben Radon auch noch die Faktoren Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit hinzu, die die Wirkung des Radons durch den sogenannten Hyperthermie-Effekt zusätzlich verstärken. Zu diesem kommt es im Körper immer dann, wenn Temperaturen über 37,5 Grad und hohe Luftfeuchtigkeit zusammentreffen. Dadurch steigt die Körperkerntemperatur der Patienten auf 38,5 Grad. In der Folge stellen sich die Blutgefäße weit, was zu einer besseren Durchblutung und Entspannung schmerzgeplagter Muskeln führt. Dann spricht man von der Radonwärmetherapie.

Die Erfahrungen zeigen, dass positive Wirkungen einer solchen Kur über viele Monate anhalten. Als symptomorientierte Behandlungsform kann die Radonwärmetherapie aber nicht die Ursachen der Erkrankungen beheben.

Studien

Studien belegen die Wirksamkeit der alternativen Therapie bei Rheuma

Diese Studien belegen die Wirksamkeit

  • Radonstollen-Therapie bei Patienten mit Morbus Bechterew, Randomisierte kontrollierte Studie mit 100 Probanden, Lind-Albrecht 1994
    Ergebnis: Schmerzlinderung, Schmerzmittelverbrauch und Beweglichkeit verbessern sich bei mit Radon Behandelten stärker und nachhaltiger (9-12 Monate) als bei der Vergleichsgruppe.
  • Radonstollen-Therapie bei Patienten mit Morbus Bechterew, Kontrollierte Studie mit 262 Probanden, Lind-Albrecht 1999
    Ergebnis: Bestätigung der Studienergebnisse aus 1994 – nachhaltige Verbesserung von Schmerzlinderung, Schmerzmittelverbrauch und Beweglichkeit bei Radon-Behandelten.
  • Radonbäder bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis (chronischer Polyarthritis), randomisierte kontrollierte Doppelblindstudie mit 60 Probanden, Franke et al. 2000
    Ergebnis: Zusätzlich mit Radon behandelte Patienten profitieren über einen längeren Zeitraum von der positiven Wirkung auf Schmerzempfinden und Beweglichkeit.
  • Kombinierte Radonstollen-Therapie mit Hyperthermie bei Patienten mit Morbus Bechterew, Randomisierte kontrollierte Studie mit 120 Probanden, van Tubergen 2001, 2002
    Ergebnis: Ein dauerhafter Behandlungserfolg bezüglich Beweglichkeit, Krankheitsaktivität, Schmerzmittelverbrauch und Lebensqualität zeigt sich nur bei den Radonwärmetherapie-Patienten.
  • Radonstollen-Therapie bei Patienten mit Morbus Bechterew, Kontrollierte Studie mit Langzeit-Follow-up nach 12 Jahren bei 108 Probanden, Lind-Albrecht 2004
    Ergebnis: Bei den regelmäßigen Wiederholern der Radonstollen-Therapie zeigte sich eine anhaltend stärkere Schmerzmitteleinsparung, häufig sogar der völlige Verzicht auf schmerzlindernde Medikamente.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.