Gasteiner Heilstollen
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Die erste Einfahrt in den Heilstollen ist für viele unserer Patienten aufregend. Wird die Therapie anschlagen und die ersehnte Schmerzlinderung bringen? Komme ich mit dem tropischen Klima klar? Wie fühlt es sich überhaupt an, mit dem Zug in einen Berg hineinzufahren? Ein bisschen Geheimniskrämerei gehört natürlich auch dazu. Wir haben die Einfahrten auf die Therapiestationen aber so organisiert, dass Sie sich ganz auf Ihre Therapie konzentrieren können – und wie viele unserer Patienten schon bald ein „alter Hase“ in Sachen Einfahrten werden.

Das sollten Sie bei der ersten Einfahrt wissen

Ein kleiner Zug bringt Sie auf eine der fünf Stationen. Im Therapiebereich verbringen Sie etwa eine Stunde und lassen Wärme, Luftfeuchtigkeit und das schmerzlindernde Radon auf sich wirken. So ist der Ablauf:

  1. Ankommen: Sie melden sich beim Empfang an, bekommen den Ablauf erklärt und erhalten alle nötigen Unterlagen
  2. Untersuchen: Weiter geht’s zur medizinischen Aufnahme. Hier erhalten Sie einen Fragebogen und eine Untersuchung durch den Arzt.
  3. Umziehen: Im ersten Stock bei der Garderobe erhalten Sie einen Schlüssel für die Umkleide. Für die Einfahrt brauchen Sie Badekleidung, Badeschuhe, kleines Handtuch und Bademantel – Sie können alles bei der Garderobe ausleihen.
  4. Trinken: Spätestens jetzt sollten Sie ausreichend trinken. Ideal ist ein halber Liter mehr als gewöhnlich und bis zu einer halben Stunde vor der Einfahrt.
  5. Informieren: Nun geht’s zum Kureinführungsvortrag. Hier wird Ihnen der Ablauf im Stollen erklärt.
  6. Einfahren: Am Bahnhof im Erdgeschoss steigen Sie in den Zug, der Sie zwei Kilometer in den Radhausberg hineinbringt. Der Zug hält an der Bademantelstation, wo Sie den Bademantel ausziehen. Auf der Therapiestation suchen Sie sich eine Liege aus, Männer und Frauen sind räumlich getrennt.
  7. Genießen: Im Therapiebereich herrscht Ruhegebot. Die erste Einfahrt findet für gewöhnlich auf Station I statt, dort ist das tropische Klima am moderatesten. Die Stationen können im Laufe der Kur angepasst werden. Der Arzt gibt in der Regel eine Stationsbegrenzung vor, wenn gesundheitliche Gründe gegen eine Station sprechen.
  8. Sicherheit: Ein Sanitäter wird im Laufe der Einfahrt vorbeikommen und nach jedem Patienten schauen. Zudem gibt es einen „Arztruf“, mit dem Sie per Knopfdruck das medizinische Personal benachrichtigen können.
  9. Ausfahren: Der Bademantel wird noch nicht angezogen, weil man nachschwitzt. Der Zug wird wieder auf den Bademantelstation halten, wo Sie sich abtrocknen und den Bademantel überziehen können.
  10. Ruhen: Nach der Einfahrt empfehlen wir Ihnen eine halbe Stunde Nachruhe. Dafür gibt es spezielle Ruheräume im Kurhaus. Zudem bitte am Tag der Einfahrt auf Anstrengung, Sport und weitere Wärmeanwendungen verzichten.
    Bitte denken Sie daran, alle unsere Mitarbeiter stehen Ihnen während der gesamten Kur jederzeit für Fragen und Wünsche zur Verfügung. Nutzen Sie dieses Angebot!

Heilstollen zug


Die erste Kur – eine Patientin berichtet

Endlich im Heilstollen in Böckstein angekommen. Die freundliche Mitarbeiterin an der Kassa erklärt mir den Ablauf meines Aufenthalts, ich gebe ihr meine Krankenkassen-Unterlagen und sie reicht mir mein Chip-Armband, mit dem ich mich bei den nächsten Einfahrten schon selbst am Terminal zur Einfahrt anmelden kann. Heute bin ich bereits zwei Stunden vor der Einfahrt im Haus, da ich noch zur Untersuchung muss, bei den nächsten Einfahrten bin ich dann spätestens eine halbe Stunde vorher hier. Ich komme geduscht zur Einfahrt, damit das Klima optimal auf meiner Haut wirken kann.

Ums Eck geht‘s zur medizinischen Aufnahme. Ich gebe meinen Haus-/Facharzt bekannt, fülle einen Fragebogen aus und bespreche diesen mit dem Arzt. Meine Befunde und Röntgenbilder habe ich von zu Hause mitgenommen. Der Arzt nimmt meine Diagnose auf, untersucht mich und erklärt mir, welche Zusatztherapien für mich empfehlenswert wären. Dann geht‘s weiter in den 1. Stock. Mir fällt ein: „Viel trinken ist wichtig.“ – So nehme ich noch im Buffet Platz und genieße einen großen Hollersaft. Ich habe heute meine erste Einfahrt und bin schon aufgeregt.

Frau Sabine von der Garderobe überreicht mir einen Leih-Bademantel und sagt mir, wie‘s weitergeht. Für die Einfahrt benötigt man einen Bademantel, -kleidung, -schuhe und ein kleines Handtuch. Ich ziehe mich um und nehme im Einteilungsraum Platz, wo der Kureinführungsvortrag 30 Minuten vor der Einfahrt beginnt. Hier wird mir der Ablauf im Stollen erklärt. Ich bin heute auf Station 1, wo alle mit der Kur beginnen. Da ich keine Fragen mehr habe, gehe ich ins Erdgeschoss. Ich suche noch die Toilette auf, dann gehe ich zum Bahnhof und steige in der Mitte des Zuges ein.

Der kleine Zug poltert los. Kurz darauf bleibt der Zug auf der Bademantel-Station stehen. Ich ziehe den Bademantel aus und nehme wieder im Zug Platz. Den Bademantel nehme ich in den Stollen mit. Ab jetzt beginnt die Zeit des Innehaltens. Es wird wärmer. Beim letzten Halt habe ich meine Station erreicht. Der Lokführer ruft laut „eins“. Ich steige aus. Es ist angenehm warm. Hoppala – hier bin ich falsch, da liegen die Männer. Der Lokführer zeigt mir, wo ich hin muss. Ich lege mich auf eine Liege und entspanne mich. Wow, ein seltenes und entspannendes Erlebnis, eine Stunde nichts zu tun! Ich schwitze. Und ich genieße es.

Zwischendurch kommt der medizinische Begleiter und fragt nach meinem Befinden. Weil ich mich im Herzen des Berges befinde, fühle ich mich rundum wohl. Ich denke mir gerade, dass es jetzt an der Zeit wäre, wieder rauszufahren. Da kommt auch schon der Zug. Wie uns mitgeteilt wurde, setze ich mich langsam auf und bleibe auf meiner Liege sitzen, um meinen Kreislauf wieder in Schwung zu bringen. Der Zug bleibt stehen, ich stehe auf und nehme im Zug Platz. Die Dame gegenüber schenkt mir ein Lächeln – gesprochen wird im Therapiebereich nicht.

Wieder bleibt der Zug stehen – nun erkenne ich die Bademantel-Station schon. Ich trockne mich ab, ziehe mich an und setze mich wieder in den Zug. Im Kurhaus angekommen, begebe ich mich in den 2. Stock zu den Ruheräumen – die Herren müssen nur bis zum 1. Stock gehen. Eine halbe Stunde Entspannung beginnt. Leise Musik und ein wunderschöner Ausblick auf die Berge lassen mich einfach nur glücklich sein. Ich freue mich schon auf die nächste Einfahrt – vielleicht auf eine wärmere Station.

 


Informationen zur Kur

Die Kur im Gasteiner Heilstollen lindert Beschwerden nebenwirkungsfrei für viele Monate bei verschiedenen Krankheitsbildern. Die Therapie machen Patienten meist im Rahmen einer Kur, bei der sie mehrfach mit einem Stollenzug ins Berginnere fahren, in dem das Heilklima natürlich vorkommt.

Fordern Sie Informationen zur Heilstollen-Kur an, nehmen Sie unsere medizinische Beratung in Anspruch oder lassen sich beim Kurantrag beraten: 

 

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