Gasteiner Heilstollen
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Rheumatoide Arthritis: Leben ohne Schmerzen ist möglich

Patientin berichtet über ihre Erfahrungen im Gasteiner Heilstollen

Die Rheumatoide Arthritis (auch: Chronische Polyarthritis) ist eine schmerzhafte, rheumatische Erkrankung, bei der Entzündungen in mehreren Gelenken zu starken Einschränkungen führen. Frauen sind öfter betroffen als Männer. Die Rheumatoide Arthritis geht oft mit Schüben einher, die meist im Alter von 50 bis 70 Jahren das erste Mal auftreten. Die Erkrankung trifft zunächst kleine Gelenke in den Fingern oder den Zehen, wobei sie häufig symmetrisch, also beispielsweise an den gleichen Fingergelenken beider Hände, auftreten. Neben Schmerzen, Schwellungen und Hitzegefühlen in den Gelenken leiden die Patienten oft auch unter Müdigkeit,

Unwohlsein, Fieber mit nächtlichem Schwitzen und Gewichtsverlust. Bei vielen Patienten mit Rheumatoider Arthritis entstehen im Krankheitsverlauf sogenannte Rheumaknoten, also kleine harte Knötchen an den betroffenen Gelenken.

Rosa (69) leidet seit 20 Jahren unter den Symptomen der Rheumatoiden Arthritis. Anfangs saß sie sogar im Rollstuhl. Den Gasteiner Heilstollen bezeichnet sie „als Geschenk“. Nach einer Kur braucht sie viele Monate keine Schmerzmittel mehr. Wir haben mit ihr über ihre Erfahrungen mit Rheumatoider Arthritis gesprochen:

 

Sie leiden seit 20 Jahren an Rheumatoider Arthritis. Wie hat sich die Erkrankung bemerkbar gemacht?

 „Eigentlich wurde meine Rheumatoide Arthritis schon 1994 durch Zufall bei einer Betriebsuntersuchung festgestellt. Die Krankheit selbst ist jedoch erst 8 Jahre später ausgebrochen. Rückblickend denke ich, dass eine sehr stressige Phase in meinem Leben dafür mitverantwortlich war. Der erste Schub hat mich stark getroffen. Die Schmerzen waren so stark, dass ich für drei Wochen ins Spital musste.“

 

Wie genau hat sich die Rheumatoide Arthritis bei Ihnen gezeigt?

„Die Schmerzen waren sehr stark. Im Prinzip hat wirklich jedes Gelenk furchtbar wehgetan, außer vielleicht das Kiefergelenk. Zehen, Finger, Ellenbogen und Knie – alles hat unerträglich geschmerzt. So sehr, dass ich einen Rollstuhl brauchte und mein Mann mir bei ganz alltäglichen Dingen wie Waschen helfen musste. Außerdem fühlte ich mich ständig unterkühlt und hatte Husten, weil meine Lunge ebenfalls stark betroffen war.“

Schmerzen werden behandelt

 

Wie ging es dann weiter?

„Im Spittal bekam ich drei Wochen lang hochdosiert Kortison und machte später eine Reha. Auf das Kortison sprach ich Gott sei Dank sehr gut an und die Beschwerden wurden schnell besser. Aber ich hatte auf längere Zeit gesehen auch mit Nebenwirkungen zu kämpfen. Ich litt unter akuten Schlafproblemen, war tagsüber ständig müde und erschöpft. Nur, wenn es nicht anders ging, setzte ich kurzfristig als Stoßtherapie auf Kortison.“

 

Oft werden auch Biologika gegen Rheumatoide Arthritis eingesetzt, war das für Sie keine Möglichkeit?

„Mein Arzt empfahl mir das schon, aber ich bin durchaus etwas kritisch, was Medikamente angeht, also habe ich immer gewartet. Ich habe dann auch recht schnell von den Kuren im Gasteiner Heilstollen gehört, aber gefahren bin ich zuerst nicht.“

 

Warum?

„Mein Arzt empfahl mir Medikamente und riet mir von einer Heilstollenkur ab. Die Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit würden meinem Körper nicht guttun.“

 

Aber irgendwann sind Sie doch gefahren.

„Ich kam bei einer Behandlung im Krankenhaus mit einem anderen Arzt ins Gespräch. Er selbst hatte Morbus Bechterew und erzählte mir von seinen guten Erfahrungen mit der Heilstollentherapie. Er hat mich ermutigt, die Radontherapie im Gasteiner Heilstollen unbedingt auszuprobieren. Seine Beschwerden wurden durch die Kur langfristig gelindert. Also entschloss ich mich dann doch, bei meiner Kasse eine Kur zu beantragen, das war 2007, fünf Jahre nach dem ersten Schub.“

Im Heilstollen

 

Wie war der Effekt auf Ihre Rheumatoide Arthritis, hatten Sie einen guten Kurerfolg?

„Ja! Nach den 12 Einfahrten konnte ich die Schmerzmittel sofort absetzen. Der Heilstollen tat mit wirklich ab dem ersten Moment gut. Schon während der Einfahrten merkte ich, dass sich die Schmerzen und Schwellungen an den Fingern reduzierten. Und langfristig betrachtet, habe ich seither keinen schweren Schub mehr gehabt. Ich konnte normal arbeiten gehen und für bis zu einem dreiviertel Jahr nach der Kur brauchte ich keine Schmerzmittel mehr. Na klar, einen Handstand kann ich natürlich nicht machen, aber ich komme im Alltag gut klar und bis auf einen Finger sind alle gerade und gut.“

 

Wie oft fahren Sie nun in den Heilstollen?

„Als ich noch berufstätig war, bekam ich jährlich eine volle Kur mit 12 Einfahrten bezahlt. Meist bin ich dann im Herbst ein zweites Mal privat für eine Auffrischung mit ein paar Einfahrten gekommen. Seit ich aber pensioniert bin, wird der Kuraufenthalt nicht mehr von der PVA übernommen. Da ich den Großteil der Kosten nun selber tragen muss, habe ich die Anzahl der Einfahrten reduziert und komme nur noch für zwei Wochen in den Heilstollen. Damit verringert sich leider auch der Zeitraum der Beschwerdelinderung. Der Unterschied ist schon deutlich und auch meine Befunde sind nicht mehr so gut. Vier bis sechs Einfahrten sind einfach zu wenig. Daher habe ich mich jetzt entschieden, im September noch einmal drei Wochen auf Kur zu fahren. Weniger Einfahrten helfen bei mir leider nicht. Und schließlich ist Gesundheit das Wichtigste!“

 

Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für Sie!


Informationen zur Kur

Die Kur im Gasteiner Heilstollen lindert Beschwerden nebenwirkungsfrei für viele Monate bei verschiedenen Krankheitsbildern. Die Therapie machen Patienten meist im Rahmen einer Kur, bei der sie mehrfach mit einem Stollenzug ins Berginnere fahren, in dem das Heilklima natürlich vorkommt.

Fordern Sie Informationen zur Heilstollen-Kur an, nehmen Sie unsere medizinische Beratung in Anspruch oder lassen sich beim Kurantrag beraten: 

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