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FAQ Chronische Schmerzen – Fragen und Antworten

Chronische Schmerzen – auch als chronisches Schmerzsyndrom bekannt – betreffen etwa jeden fünften Europäer. Viele von ihnen plagen Schmerzzustände sogar so stark, dass sie ihren Beruf dauerhaft nicht mehr ausüben können. Doch damit nicht genug: Verschriebene Medikamente machen zwar vorübergehend Qualen erträglicher, bei langfristiger Einnahme verschlimmern sie das Leiden durch auftretende Nebenwirkungen aber zusätzlich. In diesem Artikel beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um das Thema chronische Schmerzen und wie sie behandelt werden können.

Wissenschaftliche Beratung für diesen Artikel:
Univ.-Doz. Dr. Bertram Hölzl, Internist am Uniklinikum Salzburg.

Was sind chronische Schmerzen?

Das chronische Schmerzsyndrom ist eine komplexe Erkrankung. Experten sind sich heute einig, dass wiederholte akute Schmerzereignisse dazu führen, dass Nervenzellen mit der Zeit zunehmend sensibler werden, was dazu führt, dass die Schmerzschwelle sinkt. Grundsätzlich versteht man unter chronischen Schmerzen anhaltende Schmerzen, die länger als drei bis sechs Monate andauern oder über die normale Heilungszeit hinaus bestehen bleiben. Sie können kontinuierlich vorhanden sein oder in Schüben auftreten.

Wie häufig sind chronische Schmerzen?

Chronische Schmerzen sind weit verbreitet. Schätzungen zufolge leiden in Deutschland etwa 12 bis 15 Millionen Menschen unter chronischen Schmerzen, das entspricht etwa 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung. Weltweit sind ähnliche Prävalenzraten zu beobachten.

Welche Ursachen haben chronische Schmerzen?

Chronische Schmerzen können verschiedene Ursachen haben, darunter:

  • Verletzungen und Unfälle: Anhaltende Schmerzen nach einer Verletzung oder Operation.
  • Erkrankungen: wie Arthritis, Fibromyalgie, Rückenschmerzen und Migräne.
  • Neuropathische Schmerzen: Schädigungen des Nervensystems, z.B. durch Diabetes oder Herpes Zoster (Gürtelrose).
  • Psychosomatische Faktoren: Stress, Angst und Depression können chronische Schmerzen durch muskuläre Verspannung verstärken oder verursachen.

Welche Symptome treten bei chronischen Schmerzen auf?

Chronische Schmerzen können vielfältige Symptome hervorrufen, die sich je nach Ursache und betroffener Körperregion unterscheiden. Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Anhaltender oder wiederkehrender Schmerz
  • Schlafstörungen
  • Müdigkeit
  • Einschränkungen in der Beweglichkeit
  • Depression und Angstzustände

Wie werden chronische Schmerzen diagnostiziert?

Die Diagnose chronischer Schmerzen erfolgt durch eine gründliche Anamnese, körperliche Untersuchung und gegebenenfalls bildgebende Verfahren (wie Ultraschall, Röntgen, CT oder MRT). Auch Fragebögen zur Schmerzbewertung und psychologische Tests können hilfreich sein, um das Ausmaß und die Auswirkungen der Schmerzen zu beurteilen. Nicht zuletzt versuchen Ärzte auch mögliche zugrundeliegende Erkrankungen wie Morbus Bechterew, Fibromyalgie oder andere rheumatische Erkrankungen zu diagnostizieren.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei chronischen Schmerzen?

Die Behandlung chronischer Schmerzen erfordert in der Regel einen multidisziplinären Ansatz, also einen, der verschiedene Therapieformen kombiniert:

  • Medikamentöse Therapie: Schmerzmittel wie Paracetamol, Metamizol, NSAIDs (nichtsteroidale Antirheumatika), Opioide, Antidepressiva und Antikonvulsiva.
  • Physiotherapie: Übungen zur Verbesserung der Beweglichkeit und Stärkung der Muskulatur.
  • Psychotherapie: Unterstützung bei der Bewältigung von Schmerz und den damit verbundenen emotionalen Belastungen.
  • Alternative Therapien: Akupunktur, Massagen, Meditation und Entspannungstechniken.
  • Interventionelle Verfahren: Nervenblockaden, Injektionen und neurochirurgische Eingriffe.

Tipp: In unserem Artikel 7 Übungen bei chronischen Schmerzen haben wir einige gute Übungen gegen chronische Schmerzen zusammengestellt.

Kann man chronische Schmerzen heilen?

Oft ist die zugrundeliegende Ursache nicht behebbar oder auch nicht bekannt. Chronische Schmerzen sind daher im Regelfall schwierig zu behandeln. Ziel der Therapie ist es, die Schmerzen zu lindern, die Lebensqualität der betroffenen Patienten zu verbessern und den Patienten zu befähigen, ein möglichst normales Leben zu führen. Dabei helfen neben den klassischen Medikamenten auch alternative Therapieformen wie die Kur im Gasteiner Heilstollen.

Gibt es Möglichkeiten Schmerzmittel zu reduzieren?

Ja. Angesichts der potenziellen Risiken von Schmerzmitteln suchen viele Menschen nach alternativen Behandlungsmöglichkeiten für chronische Schmerzen. Das ist grundsätzlich empfehlenswert, vor allem bei chronisch Erkrankten, die meist ihr Leben lang auf die Einnahme von Schmerzmittel angewiesen sind. Jede reduzierte Schmerztablette senkt langfristig das Risiko für Folgeerkrankungen. Eine vielversprechende Alternative ist die Heilstollentherapie, insbesondere die Anwendung im Gasteiner Heilstollen. Die Inhalation von radonhaltiger Luft und der Aufenthalt im Heilstollen können bei verschiedenen chronischen Schmerzzuständen wie rheumatischen Erkrankungen, degenerativen Gelenkerkrankungen und chronischen Atemwegserkrankungen oder Hauterkrankungen helfen, die Symptome zu lindern, Entzündungen zu hemmen und die allgemeine Lebensqualität zu verbessern. Die Therapie führt zu einer Reduzierung des Bedarfs an Schmerzmedikamenten und spürbar weniger Schmerzen, bis hin zur vollständigen Beschwerdefreiheit über viele Monate.

Welche Rolle spielt der Lebensstil bei chronischen Schmerzen?

Ein gesunder Lebensstil kann maßgeblich dazu beitragen, chronische Schmerzen zu lindern und das Wohlbefinden zu verbessern. Wichtige Maßnahmen sind:

  • Regelmäßige Bewegung: Schonende Aktivitäten wie Schwimmen, Radfahren oder Yoga.
  • Gesunde Ernährung: Ausgewogene Ernährung zur Unterstützung der allgemeinen Gesundheit.
  • Stressbewältigung: Techniken wie Achtsamkeit, Meditation und tiefe Atemübungen.
  • Soziale Unterstützung: Austausch mit anderen Betroffenen und Teilnahme an Selbsthilfegruppen.

Welche speziellen Fachärzte behandeln chronische Schmerzen?

Für die Behandlung chronischer Schmerzen sind verschiedene Fachärzte zuständig, wobei die Wahl des Arztes von der zugrundeliegenden Ursache der Schmerzen abhängt. Allgemeinmediziner – im Regelfall sind dies die Hausärzte – dienen oft als erste Anlaufstelle, da sie die initiale Diagnose stellen und die weitere Behandlung koordinieren. Schmerzspezialisten sind oft Fachärzte für Anästhesiologie und entwickeln maßgeschneiderte Therapiepläne, um die Beschwerden der Patienten zu lindern.

Orthopäden kümmern sich um Schmerzen, die mit dem Bewegungsapparat zusammenhängen, wie beispielsweise Rückenschmerzen oder Gelenkschmerzen. Bei neuropathischen Schmerzen, die durch Nervenschäden verursacht werden, sind Neurologen die richtigen Ansprechpartner. Sie verfügen über das notwendige Fachwissen, um diese speziellen Schmerzarten zu diagnostizieren und zu behandeln. Ist eine rheumatische Erkrankung ursächlich, ist wiederum der Rheumatologe erster Ansprechpartner. Psychiater und Psychologen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle in der Behandlung chronischer Schmerzen, da diese oft mit psychischen Begleiterscheinungen wie Depressionen und Angstzuständen einhergehen. Sie bieten psychologische Unterstützung und Therapie, um den Betroffenen zu helfen, besser mit ihren Schmerzen und den damit verbundenen emotionalen Belastungen umzugehen. So trägt ein interdisziplinärer Ansatz maßgeblich zur effektiven Behandlung chronischer Schmerzen bei.

Welche Begleiterkrankungen treten häufig bei chronischen Schmerzen auf?

Chronische Schmerzen können verschiedene Begleiterkrankungen verursachen oder verschlimmern, darunter:

  • Depressionen und Angststörungen
  • Schlafstörungen
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Diabetes
  • Osteoporose

Fordern Sie Informationen zur Heilstollen-Kur an, nehmen Sie unsere medizinische Beratung in Anspruch oder lassen sich beim Kurantrag beraten: 

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