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Morbus Bechterew geht oft mit Schlafstörungen einher

Bei der rheumatischen Erkrankung Morbus Bechterew denken die meisten an eine verformte Wirbelsäule und Rückenschmerzen. Die chronische Erkrankung, bei der sich das Immunsystem gegen körpereigene Gewebszellen richtet, ist aber noch durch viele weitere Begleiterscheinungen gekennzeichnet. Rote, schmerzende Augen, Lichtempfindlichkeit oder Verdauungsprobleme sind Symptome, die viele oft nicht mit der Grunderkrankung in Verbindung bringen. Grundsätzlich betrifft Morbus Bechterew ganz allgemein die Gelenke, ganz besonders aber das Kreuz-Darmbein-Gelenk und die Wirbelsäule, wo sich die Erkrankung besonders schmerzhaft zeigt. Typischerweise äußeren sich die Schmerzen vor allem in Ruhe und bessern sich durch Bewegung etwas. Nachts, wenn man sich normalerweise am wenigsten bewegt, sind die Schmerzen daher auch besonders präsent. Viele Morbus Bechterew-Patienten leiden dadurch unter starken Schlafstörungen und können kaum eine Nacht durchschlafen.


Schlaflos durch die zweite Nachthälfte

Auch wenn Schlaflosigkeit als Symptom des Morbus Bechterew oft nicht benannt wird, leidet etwa jeder zweite Betroffene darunter. Besonders oft äußern sich die Schlafstörungen in grundsätzlich schlechtem Schlaf, in Einschlafschwierigkeiten oder durch Schwierigkeiten beim Durchschlafen. Sehr oft reißen aber die Schmerzen die Patienten aus dem Schlaf, was vor allem in der zweiten Nachthälfte auftritt.

Grund für die nächtlichen Schmerzen sind meist verspannte Muskeln. Manche müssen dann aufstehen, Gymnastik machen oder sich einfach nur bewegen. Bewegung macht die Schmerzen bei Morbus Bechterew oft besser, weil sie die verkrampfte Muskulatur löst. Danach können Betroffene meist wieder einschlafen. Zusätzlich können aber auch Depressionen und Ängste – die manchmal mit dem Morbus Bechterew einhergehen – die Schlafstörungen verstärken.

Das Problem mit den Schlafstörungen ist, dass sie oft zusätzlich die Symptome der Erkrankung verschärfen und den Abbau der körperlichen Leistungsfähigkeit beschleunigen. So können sie zusätzlich körperliche, psychische oder soziale Probleme verursachen, allein schon, weil sie den Stresspegel erhöhen. Mangelnde Aufmerksamkeit am Tage und Konzentrationsstörungen beeinträchtigen zudem die Lebensqualität.


Schlafqualität nimmt mit zunehmendem Alter ab

Die Schlafstörungen nehmen bei Morbus Bechterew-Patienten zudem mit dem Alter zu. Das ist ganz normal, denn auch die Schlafqualität von Gesunden nimmt mit zunehmendem Alter ab. Schätzungen zufolge leidet jeder zweite ab 60 Jahren darunter. Bei Frauen in oder nach den Wechseljahren hat dies beispielsweise hormonelle Ursachen, weshalb Frauen oft vermehrt von den Schlafstörungen betroffen sind. Außerdem verursachen viele gängige Medikamente Nebenwirkungen wie Schlafstörungen und diese werden im Alter deutlich öfter verschrieben. Bei neu auftretenden Schlafproblemen, sollte daher auch immer ein Blick auf neue Medikamente geworfen werden.


Was hilft, den Schlaf zu verbessern

Neben einem guten Umgang mit dem Morbus Bechterew und der richtigen Einstellung mit Medikamenten, können Betroffene aber auch selbst zur Linderung ihrer Schlafstörungen beitragen. Wir haben 5 Tipps zusammengestellt:

Bewegung, am besten an der frischen Luft

Mit zunehmendem Alter nimmt meist auch die körperliche Aktivität ab. Bei chronischen Krankheiten wie dem schmerzhaften Morbus Bechterew schränken Betroffene ebenfalls meist ihre Aktivitäten ein. Eine geringere körperliche Aktivität wird allerdings für Schlafprobleme verantwortlich gemacht, weshalb Morbus-Bechterew-Patienten regelmäßig intensive Bewegungsübungen machen sollten. Diese mildern nicht nur die Krankheitsschwere und das Fortschreiten der Krankheit, sondern verbessern auch die Schlafqualität. Am besten sind sportliche Aktivitäten draußen bei natürlichem Tageslicht. Wer sich körperlich genug bewegt, kann so für ausreichend Müdigkeit in der Nacht zu sorgen.

Schmerzen natürlich reduzieren

Weniger Schmerzen führen zu einem besseren Schlaf. Daher sollten Betroffene alle Möglichkeiten probieren, die Schmerzlinderung versprechen. Neben den klassischen Medikamenten kommt vor allem auch die natürliche Heilstollentherapie in Frage. Diese ganzheitliche Therapie mit Radon und Wärme steht bei Morbus-Bechterew-Patienten hoch im Kurs. Viele Studien belegen, dass sich die Beweglichkeit verbessert und Schmerzen gelindert werden. Wissenschaftlich nachgewiesen sind die Linderung von Schmerz und Gelenksteifigkeit. Patienten benötigen nach einer Kur für Monate weniger oder gar keine Medikamente mehr. Darüber hinaus führt die Therapie zu längeren Pausen zwischen den Krankheitsschüben des Morbus Bechterews.

Mehr Informationen zur Kur im Gasteiner Heilstollen finden Sie im Artikel Therapie bei Morbus Bechterew – Fragen und Fakten

Wenn Ängste und Grübelei den Schlaf behindern

Eine chronische Erkrankung ist immer auch eine psychische Belastung, die mit Ängsten einhergehen kann. Nicht selten begleiten die Betroffenen solche Gedanken bis in den Schlaf. Neben Selbsthilfegruppen, die den Austausch Betroffener miteinander fördern, hilft auch die Unterstützung von Freunden und Familie. Auch professionelle Hilfe durch eine psychologische Behandlung kann helfen. Gegebenenfalls können auch geeignete Medikamente verschrieben werden.

Begleiterkrankungen lindern

Bei der Behandlung sollte nicht nur der Morbus Bechterew im Fokus stehen, sondern auch seine Begleiterkrankungen. Denn auch diese können die Schlafqualität beeinflussen, sei es durch die Erkrankungen selbst oder auch durch die notwendigen Medikamente. Eine Übersicht, welche Begleiterkrankungen häufig mit dem Morbus Bechterew assoziiert sind, finden Sie in unserem Artikel Morbus Bechterew – die häufigsten Begleiterkrankungen

Alkohol und schweres Essen meiden

Wer unter Schlafproblemen leidet, sollte grundsätzlich seinen Alkoholgenuss einschränken, da dieser die Schlafqualität beeinträchtigt. Manchmal mag man dadurch zwar schneller einschlafen, das Durchschlafen wird jedoch durch Alkohol gestört. Auch zu spätes und zu schweres Essen am Abend kann den Schlaf negativ beeinträchtigen und sollte daher gemieden werden.


Informationen zur Kur

Die Kur im Gasteiner Heilstollen lindert Beschwerden bei vielen Krankheiten nebenwirkungsfrei für viele Monate. Die Therapie machen Patienten meist im Rahmen einer Kur, bei der sie mehrfach mit einem Stollenzug ins Berginnere fahren.

Fordern Sie Informationen zur Heilstollen-Kur an, nehmen Sie unsere medizinische Beratung in Anspruch oder lassen sich beim Kurantrag beraten:

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