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Rheuma – Alle Behandlungsmöglichkeiten im Überblick

Rheuma fasst als Sammelbegriff mehr als 200 verschiedene Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises zusammen. Oft sind Gelenke, Sehnen, Muskeln und das Bindegewebe von der komplexen Erkrankung betroffen. Bei der Behandlung des Rheumas ist eine individuelle Herangehensweise besonders wichtig, meist hilft nur ein Mix aus verschiedenen Therapieoptionen. Wer aber für sich die richtige Kombination aus Medikamenten, alternativen Therapieformen und Lebensstiländerungen findet, hat sehr gute Chancen die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu steigern. Denn grundsätzlich gelten rheumatische Erkrankungen als unheilbar.

Wir stellen alle Behandlungsoptionen für Rheuma vor.


1. Medikamentöse Behandlung

Rheuma verursacht in der Regel Entzündungen in Gelenken und Muskeln. Zugrunde liegt meist eine fehlgelenkte Aktivität des Immunsystems. Medikamente wie Biologika, Cortison oder auch Immunsuppressiva helfen, weil sie auf die Aktivität des Immunsystems zielen. Vor allem bei Autoimmunerkrankungen, zu denen auch einige rheumatische Erkrankungen gehören, ist dies oft ein wichtiger Therapieschritt, um ein außer Kontrolle geratenes Immunsystem wieder einzubremsen. Diese Medikamente versuchen sozusagen auf die Ursache des Rheumas einzuwirken. Nicht bei jeder Rheumaform erzielen sie allerdings eine Wirkung. Dann kommen Medikamente zum Einsatz, die Symptome, allen voran Schmerzen, lindern.

Die medikamentöse Therapie spielt eine zentrale Rolle in der Behandlung von Rheuma und ist meist auch die erste Behandlungsform, mit der Patienten nach Diagnosestellung in Kontakt kommen. Der richtige Ansprechpartner ist der behandelnde Rheumatologe, der die geeignete Medikation basierend auf der speziellen Diagnose und individuellen Bedürfnissen empfiehlt. Allerdings kommt es vor, dass medikamentöse Behandlungen Beschwerden nur vorübergehend lindern. Außerdem bringen sie oft unerwünschte Nebenwirkungen wie Magen- oder Nierenprobleme mit sich. Daher sollte der Einsatz mit Bedacht erfolgen und bestenfalls auch alternative Therapieoptionen mit weniger Nebenwirkungen ausprobiert werden.

Zu den häufig verschriebenen Medikamenten bei Rheuma gehören:

  • NSAR (nicht-steroidale Antirheumatika): diese klassischen Medikamente zur Schmerzlinderung sollen Schmerzen und Entzündungen reduzieren
  • Kortikosteroide (Kortison) kommen bei starken Entzündungsphasen, sogenannten Schüben, zum Einsatz, sollten aber aufgrund der Nebenwirkungen nur kurzzeitig und in niedrigen Dosen verschrieben werden
  • Konventionelle Basismedikamente (DMARDs) werden über einen langen Zeitraum genommen und sollen helfen, die Entzündungen einzudämmen. Ihre Wirkung setzt meist erst verzögert ein, die Verträglichkeit ist aber im Vergleich zu Kortikoiden oder NSAR meist besser.
  • Biologika: Diese neueren Medikamente sollen Entzündungen bei Rheuma hemmen indem sie ganz spezifisch bestimmte entzündungsverursachende Botenstoffe blockieren und inaktivieren. Diese Behandlung ist oft vielversprechend, auch wenn sie mit Nebenwirkungen verbunden sein kann. Ständig kommen neue Medikamente mit innovativen Wirkmechanismen hinzu.

2. Physiotherapie und Bewegung bei Rheuma

Eine der wichtigsten Säulen bei der Behandlung von Rheuma ist regelmäßige Physiotherapie in Kombination mit viel Bewegung. Beides kann den schmerzhaften Gelenkentzündungen und der Muskelschwäche entgegenwirken, mit denen Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises oft einhergehen. Das führt dazu, dass Patienten ihre Lebensqualität steigern, Schmerzen reduzieren und die Beweglichkeit erhalten können. Qualifizierte Physiotherapeuten helfen dabei, die Übungen korrekt zu erlernen und einen individuellen und effektiven Behandlungsplan zu entwickeln.

Physiotherapie und regelmäßige Bewegung haben folgende positive Wirkungen für Rheumatiker:

  • Verbesserung der Beweglichkeit und Stärkung der Muskeln
  • Schmerzlinderung
  • Vermeidung bzw. Verzögerung von Versteifung und Deformationen

Wichtig ist dabei, dass der Bewegungsplan auf die Bedürfnisse jedes Patienten zugeschnitten ist. Dazu gehört die Berücksichtigung der Art des Rheumas, die Fähigkeiten des Patienten und der Schweregrad der Erkrankung. Außerdem sollten auch Selbsthilfe-Techniken mit Übungen, Dehnungen und Haltungstipps für zu Hause Bestandteil des Trainingsplanes sein.


3. Ernährung und Lebensstil

In der Chinesischen Medizin wird der Ernährung seit jeher ein großer Stellenwert eingeräumt und dort ist die Ernährungslehre auch eine eigene Behandlungsoption. Auch hierzulande wissen wir heute, dass eine ausgewogene Ernährung sehr gute Effekte auf rheumatische Erkrankungen haben kann. Bestimmte Lebensmittel sind in der Lage, Entzündungen zu reduzieren und das Immunsystem zu unterstützen. Darüber hinaus ist es wichtig, überschüssige Kilos zu vermeiden, da Übergewicht die Belastung auf die Gelenke erhöht.

Folgende Punkte sollten Rheumatiker bei der Ernährung beherzigen:

Entzündungshemmende Ernährung:

Die richtige Ernährung kann dazu beitragen, Entzündungen zu reduzieren und somit Schmerzen und Beschwerden zu lindern. Zu den entzündungshemmenden Lebensmitteln gehören:

  • Fisch: Fettreiche Fischarten wie Lachs, Makrele und Hering sind reich an Omega-3-Fettsäuren
  • Viel Obst und Gemüse
  • Nüsse und Samen wie Mandeln, Walnüsse und Leinsamen sind gute Quellen für Omega-3-Fettsäuren
  • Ingwer und Kurkuma
  • Extra natives Olivenöl enthält gesunde Fette

Gewichtsmanagement:

Übergewicht belastet die kranken Gelenke zusätzlich und kann die Rheuma-Symptome verschlimmern. Eine ausgewogene Ernährung in Kombination mit regelmäßiger Bewegung trägt dazu bei, das Gewicht zu kontrollieren und die Belastung der Gelenke zu verringern.

Vermeidung von Auslösern:

Einige Lebensmittel können Rheuma-Symptome verschlimmern. Ein Ernährungstagebuch hilft, potenzielle Auslöser zu identifizieren. Einige Menschen reagieren beispielsweise empfindlich auf bestimmte Lebensmittel wie rotes Fleisch, Milchprodukte oder glutenhaltige Produkte.

Rauchverzicht und Alkohol in Maßen:

Dass Rauchen Entzündungen verschlimmert, ist hinlänglich bekannt. Ein Rauchstopp kann daher von großem Nutzen sein. Auch der Alkoholkonsum sollte moderat sein, da er auch die Medikamentenwirkung beeinträchtigen kann.


4. Ergotherapie

Ergotherapie ist eine Form der medizinischen Rehabilitation und eine wertvolle Ergänzung zur klassischen Behandlung von Rheuma. Sie zielt darauf ab, die Bewältigung alltäglicher Aufgaben wiederherzustellen. Ergotherapeuten helfen Menschen mit Rheuma, ihre täglichen Aktivitäten anzupassen, um Schmerzen und Überlastungen zu vermeiden. Sie können auch Hilfsmittel empfehlen, die den Alltag erleichtern, wie spezielle Griffe für Besteck oder Schreibgeräte.

Ergotherapeuten helfen auch dabei, alltägliche Aktivitäten wie Anziehen, Kochen oder das Bedienen von Haushaltsgeräten so anzupassen, dass sie für Patienten mit Rheuma weniger schmerzhaft sind. Auch helfen Sie beim Erlernen von speziellen Übungen und Techniken, um Gelenkdeformationen zu verhindern oder zu verlangsamen.


5. Psychologische Unterstützung

Chronische Schmerzen und die Beeinträchtigungen, die mit Rheuma einhergehen, sind emotional oft sehr belastend für die Patienten. So gehen rheumatische Erkrankungen manchmal mit Depressionen und Angststörungen einher. Nicht selten berichten Betroffenen auch von fehlendem Verständnis und mangelnder Unterstützung aus dem sozialen Umfeld. Psychologische Unterstützung, sei es in Form von Gesprächstherapie oder Selbsthilfegruppen, kann helfen, mit den psychischen Auswirkungen der Krankheit umzugehen.


6. Alternative Behandlungen

Therapien ohne Medikamente stellen für viele Rheumatiker eine gute Option dar. Teilweise sind sie sogar so effektiv, dass sie die Aufgabe klassischer Medikamente übernehmen, ohne Nebenwirkungen zu verursachen. Für Rheumatiker lohnt es sich oft, verschiedene andere Behandlungen auszuprobieren.

Mögliche alternative Therapieoptionen sind:

  • Akupunktur
  • Massage-Therapie
  • Homöopathie
  • Pflanzliche Präparate
  • Yoga und Tai Chi

Gasteiner Heilstollen

Besonders bewährt hat sich für Rheumatiker der Kuraufenthalt im Gasteiner Heilstollen, der für die positive Wirkung der natürlichen Radonwärmetherapie auf Menschen mit rheumatischen Erkrankungen bekannt ist. Diese Therapieform hat sich als wirksam bei der Schmerzlinderung und der Verbesserung der Lebensqualität für Rheuma-Patienten erwiesen. Untersuchungen der Medizinischen Universität Innsbruck und der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) bestätigen die nachhaltige Wirkung einer Kur mit Radon und Wärme. Bei der Auswertung zeigte sich, dass die Dosis der Medikamente nach einem Therapieaufenthalt im Gasteiner Heilstollen reduziert werden konnte.

Durchgeführt wird die Therapie mit Radon und Wärme im Rahmen einer Kur in einem ehemaligen Bergwerksstollen. Viele Hundert Meter im Berginneren tritt Radon natürlich aus dem Gestein aus. Um es therapeutisch zu nutzen, fahren Betroffene mit einem Zug auf die Therapiestationen. Patienten nehmen bei mehreren einstündigen Therapieeinheiten das Edelgas über Haut und Lunge in niedrigen Mengen auf. Im Körper vermindert Radon nachweislich die Aktivität von Entzündungszellen, hemmt die Produktion von Schmerzbotenstoffen und hat immunstabilisierende Effekte. Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit verstärken diese Effekte. Dies führt zu einem geringeren Medikamentenbedarf und spürbar weniger Schmerzen bis hin zur Beschwerdefreiheit über viele Monate.


Informationen zur Kur

Die Kur im Gasteiner Heilstollen lindert Beschwerden bei vielen Krankheiten nebenwirkungsfrei für viele Monate. Die Therapie machen Patienten meist im Rahmen einer Kur, bei der sie mehrfach mit einem Stollenzug ins Berginnere fahren.

Fordern Sie Informationen zur Heilstollen-Kur an, nehmen Sie unsere medizinische Beratung in Anspruch oder lassen sich beim Kurantrag beraten:

1 Comment

  1. Rita Conzelmann sagt:

    Bei mir wurde eine rheumatische Erkrankung diagnostiziert, die mit Cortison behandelt wird. Mit freundlichen Grüßen Rita Conzelmann

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