Gasteiner Heilstollen
Gasteiner Heilstollen
Gasteiner Heilstollen
Gasteiner Heilstollen
Radontherapie und Hyperthermie lindern chronische Schmerzen
01.12.2023
Morbus Bechterew betrifft auch junge Menschen
17.01.2024
Radontherapie und Hyperthermie lindern chronische Schmerzen
01.12.2023
Morbus Bechterew betrifft auch junge Menschen
17.01.2024

Rheuma und Osteoporose treten oft gemeinsam auf

Osteoporose und Rheuma sind zwei unterschiedliche Erkrankungen. Sie treten allerdings oft gemeinsam auf. Entzündlich-rheumatische Erkrankungen können eine sekundäre Osteoporose auslösen. Schuld daran ist einerseits die Entzündungsaktivität des Rheumas. Das Immunsystem setzt dann Botenstoffe frei, welche den Knochenabbau beschleunigen. Andererseits begünstigen auch Medikamente und die mit Rheuma oft einhergehende Inaktivität Osteoporose. Die gute Nachricht: Dem Knochenabbau entgegenwirken kann eine Kur im Gasteiner Heilstollen wie wissenschaftliche Untersuchungen zeigen. Die Kuren lindern auch rheumatische Schmerzen und haben damit einen Doppelnutzen für betroffene Patienten.

Was ist Rheuma?

Rheuma betrifft in Deutschland und Österreich fast 22 Millionen Menschen und gehört damit zu den großen Volkskrankheiten. Unter dem Oberbegriff „Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises“ fassen Mediziner zwischen 200 und 400 Krankheiten zusammen, die zum Teil ähnlich, oft aber auch sehr unterschiedlich in Erscheinung treten. Gemeinsames Merkmal aller Krankheiten sind mehr oder weniger starke Schmerzen. Rheuma betrifft grundsätzlich Menschen in allen Altersklassen – auch Kinder. Da es sich um verschiedene Erkrankungen handelt, sind auch die Symptome oft sehr unterschiedlich. Bei der rheumatoiden Arthritis – die häufigste Form des entzündlichen Rheumas – sind erste Anzeichen manchmal Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder auch leichtes Fieber. Typischerweise treten geschwollene oder gerötete Gelenke auf. Betroffene klagen oft auch über eine morgendliche Gelenksteifheit. Die Beschwerden können plötzlich, aber auch schleichend auftreten. Typisch für Rheuma sind symmetrische Lokalisationen der Beschwerden, also beispielsweise beide Hände, Schultern, Knie- oder Fußgelenke. Schreitet die Krankheit weiter fort, verformen sich Gelenke, die Beweglichkeit vermindert sich und der Patient hat starke Schmerzen.

Tipp: Lesen Sie unseren Artikel „Wie der Heilstollen bei Rheuma hilft“

Die Therapie im Gasteiner Heilstollen ist immer wieder Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Aktuell wurde eine Masterarbeit der Hochschule Coburg veröffentlicht, in der es um „Lebensqualität aus der Perspektive Bad Gasteiner Kurgäste: Eine qualitative Studie mit Rheuma-Patienten des Heilstollens Bad Gastein“ geht.


Was ist Osteoporose?

Von Osteoporose oder einer Abnahme der Knochendichte sind vor allem Frauen über 50 betroffen. Besonders tückisch: der sogenannte Knochenschwund entwickelt sich oft unbemerkt. Starke Kreuzschmerzen – häufig begleitet von Knochenbrüchen, die ohne erkennbaren Grund und bei minimalen Belastungen auftreten – zeigen meist schon ein fortgeschrittenes Stadium an. Dass Knochen mit zunehmendem Alter an Volumen verlieren, gehört aber grundsätzlich zu den natürlichen Alterungsprozessen. Dem schleichenden Knochenschwund zugrunde liegt eine Störung des Gleichgewichts zwischen Auf- und Abbauprozessen des Knochens. Im gesunden Körper steuern körpereigene Hormone, Botenstoffe und körperliche Bewegung die Aktivität von knochenbildenden und -abbauenden Zellen. Wenn die abbauenden Prozesse Überhand gewinnen, kommt es zum Verlust an Knochensubstanz und damit zur Osteoporose.


Osteoporose und Rheuma – wie hängt das zusammen?

Generell tritt Osteoporose bei den meisten rheumatischen Erkrankungen verstärkt auf. Hierzu zählen insbesondere die Rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew, der systemische Lupus erythematodes sowie die Riesenzellenarthritis oder die Polymyalgia rheumatica. Das Ausmaß des Knochenmasseverlusts und die damit einhergehende Entwicklung von Osteoporose bei Patienten hängen von verschiedenen Faktoren ab. Entscheidend sind insbesondere die Schwere und der Ausprägungsgrad der rheumatischen Entzündungen sowie das Alter der betroffenen Personen.

Was die Entstehung von Osteoporose bei Rheumapatienten begünstigt:

  • Entzündungsprozesse: Rheuma ist eine entzündliche Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem körpereigenes Gewebe angreift, insbesondere die Gelenke. Entzündungen bzw. assoziierte Botenstoffe können den Knochenabbau beschleunigen und somit das Risiko für Osteoporose erhöhen.
  • Medikamentöse Nebenwirkungen: Einige Medikamente, die zur Behandlung von Rheuma eingesetzt werden, können den Knochenstoffwechsel beeinflussen und das Risiko für Osteoporose erhöhen. Dazu gehören beispielsweise Glukokortikoide, die häufig zur Kontrolle von Entzündungen eingesetzt werden.
  • Bewegungseinschränkungen: Menschen mit Rheuma neigen dazu, aufgrund von Schmerzen und Gelenksteifigkeit weniger körperlich aktiv zu sein. Diese mangelnde Bewegung kann zu einem Verlust an Knochenmasse beitragen und das Risiko von Osteoporose erhöhen.
  • Gemeinsame Risikofaktoren: Osteoporose und Rheuma teilen einige gemeinsame Risikofaktoren, wie zum Beispiel genetische Veranlagung, Alter und Geschlecht. Frauen nach den Wechseljahren haben beispielsweise ein erhöhtes Risiko für beide Erkrankungen.
  • Vitamin D-Mangel: Ein Mangel an Vitamin D ist mit beiden Erkrankungen verbunden. Vitamin D ist wichtig für die Knochengesundheit und ein Mangel kann das Risiko von Osteoporose erhöhen. Menschen mit Rheuma haben möglicherweise aufgrund von eingeschränkter Sonnenexposition oder bestimmter Medikamente ein höheres Risiko für einen Vitamin D-Mangel.

Dennoch gilt zu beachten: Nicht alle Menschen mit Rheuma erkranken auch an Osteoporose. Der Zusammenhang zwischen den beiden Erkrankungen ist komplex und nicht bei jedem Patienten treten beide Erkrankungen auf.


Wie die Heilstollentherapie hilft

Dass Kuren mit Radon und Wärme, wie sie im Gasteiner Heilstollen angeboten werden, gegen Rheumabeschwerden helfen, gilt wissenschaftlich als erwiesen. Zahlreiche Studien belegen die Wirksamkeit einer zwei- bis dreiwöchigen Kur bei folgenden rheumatischen Beschwerden:

  • Besserung von Bewegungseinschränkungen
  • kürzere Regenerationsphasen z.B. nach körperlicher Aktivität
  • Reduktion von Schmerzen
  • Stärkung des Immunsystems
  • Steigerung des Wohlbefindens und leichtere Entspannung
  • Reduktion von Erschöpfung, Morgensteifigkeit und Krämpfen
  • Verbesserungen bei alltäglichen Dingen und Steigerung der Leistungsfähigkeit und Selbstständigkeit
  • Reduktion von Krankheitstagen
  • Aktivitäten können leichter, meist ohne Schmerzen verrichtet werden
  • Kraft nimmt zu
  • Belastbarkeit bei körperlichen Aktivitäten nimmt zu
  • Einnahme von Medikamenten wie Schmerzmitteln und Kortison, aber auch Opiate, Biologika, und anti-epileptische Medikamente können reduziert werden

In jüngsten Studien konnte gezeigt werden, dass es bei Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen im Rahmen einer Kur mit Radon auch zu einer positiven Änderung des Knochenstoffwechsels kommt. Konkret verschiebt Radon das Verhältnis zwischen dem Botenstoff, welcher den Knochenabbau hemmt, und jenem, welcher der stärkste Aktivator des Knochenabbaus ist. Ein ungünstiges Verhältnis zwischen diesen beiden Botenstoffen geht oft mit der Erkrankung Osteoporose einher. Behandlungen mit Radon verbesserten das Gleichgewicht zwischen beiden Botenstoffen zugunsten des Knochenaufbaus. Der Effekt hält bis zu sechs Monate nach der Behandlung noch an. Zudem sprechen Experten der Radontherapie eine Linderung von Schmerzen zu, die bei Osteoporose-Patienten oft mit der Erkrankung einhergehen. Heilen kann die Radontherapie Osteoporose aber nicht, eine Beschwerdelinderung ist aber zu erwarten.


Informationen zur Kur

Die Kur im Gasteiner Heilstollen lindert Beschwerden bei vielen Krankheiten nebenwirkungsfrei für viele Monate. Die Therapie machen Patienten meist im Rahmen einer Kur, bei der sie mehrfach mit einem Stollenzug ins Berginnere fahren.

Fordern Sie Informationen zur Heilstollen-Kur an, nehmen Sie unsere medizinische Beratung in Anspruch oder lassen sich beim Kurantrag beraten:

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

ANFRAGE STELLEN