Gasteiner Heilstollen
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09.11.2020
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13.01.2021

Winter: 8 Tipps für Rheumatiker

Es sind keine guten Zeiten für Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Rheuma: Fitnessstudios haben geschlossen, Sportgruppen dürfen nicht stattfinden und auch Kurangebote sind derzeit nur eingeschränkt oder gar nicht möglich. Während Betroffene dies in der wärmeren Jahreszeit noch durch viel Bewegung in der Natur ausgleichen können, fehlt im Winter oft die Motivation. Dabei wäre gerade jetzt Individualsport wichtig, denn kaltes, feuchtes Wetter verstärkt bei Rheumatikern Schmerzen und Steifigkeit. Damit der Schmerzmittelverbrauch nicht ins Unermessliche steigt, geben wir für Rheumatiker 8 hilfreiche Tipps.

1. Viel Wärme hilft viel

Auch wenn der wohltuende Besuch in der Sauna derzeit nicht möglich ist, auf Wärmeanwendungen sollten Rheumatiker nicht verzichten. Zwar sind die besonders effektiven Wärmeanwendungen in warmen Thermalstollen wie dem Gasteiner Heilstollen erst ab dem Frühjahr wieder möglich, aber jeder kann auch zu Hause etwas für sich tun. Für die meisten empfiehlt sich: Gelenke gut einpacken, Moor- und Fangopackungen für zu Hause oder auch die klassische Wärmflasche sorgen für zeitweise Linderung der Beschwerden.

2. Bewegungsübungen in den Alltag einbauen

Damit die von der Wärme gelockerten Muskeln bei ausbleibendem Gruppensport nicht verkümmern, sollte jeder Bewegungsübungen zu Hause durchführen. Bewegung wirkt rheumatischen Gelenkversteifungen entgegen, verhindert den muskulären Abbau und stärkt die Knochen. Starke Muskeln wiederum entlasten strapazierte Gelenke. Bei rheumatischen Erkrankungen eignen sich Übungen zum Mobilisieren der Wirbelsäule, zum Kräftigen und Dehnen. Diese baut man am besten routinemäßig in seinen Alltag ein, damit sie zum festen Bestandteil werden. Morgens, nach dem ersten Kaffee oder abends vor den Nachrichten – feste Zeiten helfen am Ball zu bleiben. Einige gut geeignete Übungen haben wir hier bereits zusammengestellt: 10 Übungen bei Morbus Bechterew

Winter

Auch wenn das Wetter mal nicht sonnig ist, lohnt sich ein Spaziergang (©Gasteinertal Tourismus)

3. Rausgehen – egal bei welchem Wetter

Bewegung ist bei rheumatischen Erkrankungen das A und O. Bei kaltem Wetter lockt aber das Sofa oft mehr, als draußen einen Spaziergang zu machen. Ein Teufelskreis entsteht: Schmerzen machen Bewegung zur Qual, aber bei mangelnder Tätigkeit verliert die Muskulatur an Kraft und Schmerzen verstärken sich. Auch wenn das Wetter nicht zum Spaziergang einlädt, gar nicht mehr das Haus verlassen, ist daher eine schlechte Alternative. Zumal trübes Herbst- oder Winterwetter durch das Fenster betrachtet meist viel schlimmer aussieht, als es in der Realität ist. Besonders eignen sich gelenkschonende Sportarten wie Radfahren, Spazierengehen oder Walking. Diese sind auch derzeit möglich.

4. Funktionstraining und Krankengymnastik

Wer Probleme mit der Motivation hat, dem helfen vielleicht regelmäßige Termine beim Physiotherapeuten. Ärztlich verschriebenes Funktionstraining und Krankengymnastik lassen sich gut im Winter in Angriff nehmen und sind auch zu Corona-Zeiten möglich. Unter fachkundiger Anleitung tut man nicht nur während der Sitzung etwas für sich, sondern lernt auch die korrekte Ausführung der Übungen, so dass diese zu Hause eigenständig durchgeführt werden können.
Physiotherapie bei Rheuma

Bei der Krankengymnastik lernt man auch, wie Übungen zu Hause durchgeführt werden können


5. Entspannung reduziert Schmerzen

Zusätzlich zur Bewegung und zu wärmenden Anwendungen helfen Betroffenen oft auch Entspannungsübungen zu Hause. Denn auch, wenn wir durch Kontaktbeschränkungen weniger Freizeit-Stress haben, finanzielle Sorgen, fehlende Perspektiven und die Nachrichtenflut stressen vor allem chronisch Kranke. Autogenes Training, Meditation, Yoga oder Tai Chi lassen sich besonders gut nutzen, um die Kontrolle über Stress und Schmerzen wieder zu erlangen. Ferner lockern diese Übungen auch Blockaden in Muskeln und sorgen für ein besseres Körpergefühl.

6. Ergänzende Therapien ausprobieren

Gerade weil wir derzeit im Freizeitbereich doch deutlich weniger Verpflichtungen haben, ist nun die Zeit, mal etwas Anderes auszuprobieren. Ergänzende Therapien stammen oft aus der Naturheilkunde oder auch aus dem Portfolio der Physiotherapie und bietet viele verschiedene Therapiemöglichkeiten bei Rheuma, die gerade jetzt ausprobiert werden können. Ob Akupunktur zur Schmerzlinderung, Osteopathie gegen Steifheit oder Magnetfeldtherapie oder Lasertherapie zur besseren Durchblutung – viele ergänzende Therapien helfen, die Beschwerden einer rheumatischen Erkrankung zu lindern. Was wem guttut sollte ausprobiert werden. Zudem können sie Stress – ein wichtiger Krankheitsfaktor – reduzieren, Muskeln stärken oder Schmerzen lindern.
Fünf sinnvolle ergänzende Therapien haben wir in unserem Artikel Morbus Bechterew – Die besten ergänzenden Therapien vorgestellt.
Therapie bei Rheuma

Ausprobieren, was guttut


7. Gute Kleidung bei schlechtem Wetter

Eisige Temperaturen, nasskalter Regen oder kalte Polarwinde im Winter wirken sich auf rheumatische Erkrankungen oft unterschiedlich aus: Patienten, die unter aktiven entzündlichen Gelenkerkrankungen leiden, erfahren gelegentlich sogar Schmerzlinderung durch Kälte. Dennoch sollten sie bei der frostigen Witterung kurze starke Kältereize vermeiden, um eine reaktive Hitze in den Gelenken nach dem Zurückkehren in geheizte Räume zu vermeiden. Viele kennen dieses Phänomen beim Schneeballformen mit bloßen Händen. Für einen kurzen Moment ist es kalt, hinterher werden die Hände oft heiß und rot. Eine Entzündung verstärkt sich oft durch starke Kältereize. Daher sollten Menschen mit Rheuma besonders darauf achten, die Gelenke gut einzupacken, wenn sie sich draußen aufhalten.

8. Einen guten Vorsatz fassen

Wer Wärme, Bewegungstherapien und Schmerzlinderung intensiv in Angriff nehmen will, kann dies im Rahmen einer Kur machen. Es auszuprobieren, kann ein guter Vorsatz für das nächste Jahr sein – und sich in diesen Zeiten auf etwas freuen zu können, ist sicher nicht verkehrt. Vor allem für Rheumatiker gibt es in warmen Heilstollen wie dem Gasteiner Heilstollen gute Therapiemöglichkeiten. Dort herrschen Temperaturen von über 37,5 Grad und eine hohe Luftfeuchtigkeit bis zu 100 Prozent. Unter diesen Bedingungen entspannen sich schmerzende Muskeln. Auch Radon, das mancherorts in geringen Mengen aus dem Berggestein austritt, hilft vielen Rheumatikern.
Rheumatherapie

Wärme und Radon helfen gegen Steifigkeit und Schmerzen bei Rheuma

Das Naturheilmittel Radon regt die körpereigene Zellreparatur an und reduziert die Aktivität von Schmerzbotenstoffen. Je weniger aktiv diese sind, desto geringer sind die Schmerzen. Die Schmerzlinderung bis hin zur kompletten Beschwerdefreiheit hält bis zu neun Monate an. Vor allem Patienten mit entzündlichen Rheuma-Erkrankungen wie Morbus Bechterew, Rheumatoider Arthritis oder Psoriasis-Arthritis erzielen mit der Kur im Radonthermalstollen gute Effekte. Zudem bieten Kuranbieter ergänzend gezielte Bewegungsprogramme für Rheumatiker an. Diese Kur sollte für das Frühjahr am besten jetzt bei den Krankenkassen beantragt werden.
Wie ein Kurantrag funktioniert, haben wir in unserem Artikel Kur beantragen – Kurantrag (Deutschland) erklärt.
Wer ohne Verordnung in den Heilstollen kommen will, findet in diesem Artikel wertvolle Hinweise: Ohne Verordnung in den Heilstollen – so funktioniert’s 

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