Gasteiner Heilstollen
Niedrig dosierte Radioaktivität in der Medizin
03.03.2016
Arthrose – kann eine Kur eine OP vermeiden?
04.04.2016
Zeige alle

Morbus Bechterew bei Frauen oft unentdeckt

Rheumatische Erkrankung betrifft Frauen und Männer gleichermaßen

Morbus Bechterew – eine rheumatische Erkrankung, die zur Versteifung der Wirbelsäule führt – galt lange Zeit als „Männerkrankheit“. Heute ist hingegen bekannt, dass die Erkrankung im gleichen Maße auch Frauen betrifft. Bei ihnen verläuft die Versteifung jedoch langsamer. Darum wird Morbus Bechterew bei Frauen schlicht häufiger übersehen. Frauen, die oft unter starken Rücken- und Gelenksbeschwerden, roten, schmerzenden Augen, Lichtempfindlichkeit oder Verdauungsproblemen leiden, sollten daher einen Rheumatologen aufsuchen. Vor allem, weil ein frühzeitiger Therapiebeginn den Krankheitsverlauf positiv beeinflusst. Rheumatologen behandeln die schmerzhafte Erkrankung neben Medikamenten auch mit alternativen Heilverfahren wie Therapien in Radon-Thermalstollen.

Früherkennung und Symptome des Morbus Bechterew

Die Dunkelziffer bei Frauen mit Morbus Bechterew ist sehr hoch. Experten schätzen, dass etwa jede dritte oder gar jede zweite betroffene Frau von der Erkrankung nichts weiß.

„Schmerzen in der Lenden- und Gesäßregion, die oft in der Nacht und am Morgen auftreten, stellen typische Anzeichen dar“, meint Univ.-Doz. Dr. Bertram Hölzl, Bechterew-Experte und wissenschaftlicher Leiter des Gasteiner Heilstollen. „Zudem sprechen auch morgendliche Steifheit in den Gliedern, die bei Bewegung abnimmt, sowie Schmerzen, die sich in Ruhephasen verschlimmern, für Morbus Bechterew.“ Auch gesellen sich chronische Erschöpfung und langsam fortschreitende Versteifungen der Wirbelsäule zu den Symptomen.

Ursächlich scheint eine Fehlfunktion des Immunsystems vorzuliegen, bei der körpereigene Abwehrzellen ins Gewebe wandern und dort entzündliche Reaktionen auslösen. „Ähnliche Ursachen liegen auch den oft beobachteten Begleiterkrankungen wie Augenentzündungen oder entzündlichen Darmerkrankungen zugrunde“, verdeutlicht Dr. Hölzl. Erste Symptome treten oft bereits vor dem 45. Lebensjahr auf.

Wenn Sie auch rheumatische Symptome haben oder unsicher sind, welche Therapie die richtige für Ihre Diagnose ist, bietet der Gasteiner Heilstollen eine kostenlose medizinische Beratung an. Kontaktaufnahme bitte gerne per Telefon unter der kostenlosen internationalen Rufnummer +800-6006-7878 oder senden Sie ein E-Mail an das Ärzteteam.

Radon in Kombination mit Wärme zeigt hohe Erfolgsquoten

Im Gegensatz zu anderen rheumatischen Erkrankungen lassen sich bei Morbus Bechterew Rheumafaktoren im Blut nicht nachweisen. Entzündungen machen Rheumatologen im MRT sichtbar, später zeigen sich Wirbelsäulenverformungen im Röntgenbild. Die Therapie der Bechterew’schen Erkrankungen stellen Experten individuell zusammen. Neben Physiotherapie, schmerzstillenden, entzündungshemmenden Medikamenten und sogenannter Biologika machen viele Patienten gute Erfahrungen mit einem Aufenthalt in Radon-Thermalstollen einmal pro Jahr.

  • „Radon setzt im Körper milde Alphastrahlen frei, welche
  • die Zellreparaturmechanismen anregen und
  • die Aktivität von Entzündungszellen sowie Schmerzbotenstoffen verringern“,  berichtet Dr. Hölzl.

„Am effektivsten wirkt Radon in Kombination mit Wärme.“ Wissenschaftliche Studien bestätigen dieser sogenannten Radonwärmetherapie, die im Rahmen einer Kur angeboten wird,  Erfolgsquoten zwischen 80 und 90 Prozent. So bewirkt die Radonwärmetherapie eine signifikante Reduktion von Druckschmerzwellen, Schmerzintensität, funktionellen Einschränkungen und Medikamentenverbrauch. Krankenkassen übernehmen etwa 90 Prozent der Kosten.

Morbus Bechterew Patientin Eva Maria Baumgartner berichtet:

Ich schwöre auf die Wirkung des Gasteiner Heilstollens. Mit 20 Jahren hatte ich mit der Diagnose Morbus Bechterew sogar Lähmungserscheinungen in den Beinen und konnte kaum noch laufen. Der Medikamentenverbrauch war enorm. Seit ich jedes Jahr zur Therapie komme, bin ich danach jeweils fünf Monate lang absolut beschwerdefrei. Und meine Medikamente kann ich übers Jahr auf ein Minimum reduzieren.

Darüber hinaus tragen Patienten durch einen gesunden Lebensstil zum Therapieerfolg bei.

  • Viel Bewegung,
  • gesunde Ernährung,
  • Rauchverzicht und
  • Vermeidung von Übergewicht

sind die wichtigsten Faktoren.

Unterstützung bei Morbus Bechterew speziell für Frauen

Auch eine mentale Unterstützung ist für viele PatientInnen sehr hilfreich. Das Frauennetzwerk der DVMB (Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew) ist ein bundesweiter Zusammenschluss von und für betroffene Frauen mit Morbus Bechterew. Regionale Treffen und Veranstaltungen, kompetente Beratung und Erfahrungsaustausch stehen hier im Vordergrund und bieten vor allem bei frauenspezifischen Themen eine wichtige Anlaufstelle für Betroffene.

Individueller Gesundheitsurlaub für Frauen in Gastein

Morbus Bechterew Symptome verlaufen bei Frauen oft anders als bei Männern. Genauso individuell wie die Krankheit selbst, kann aber der passende Gesundheitsurlaub dazu aussehen. Die Region Gastein hat hier vor allem für die weibliche Hauptrolle einiges zu bieten. Wenn neben der weltweit einzigartigen Heilstollenkur, dem Thermengenuss in kristallklaren Thermalwasserbadeseen, den verschiedensten natürlichen Behandlungsmöglichkeiten, kulinarischen Schmankerln und befreiender Natur noch Zeit bleibt, haben wir für PatientInnen ein paar ganz besondere Highlights:

Gasteiner Yogatage
Gasteiner Waldbrunch
Gasteiner Kräuterwanderungen oder Wildkräuter-Kochkurs
Musikgenuss beim Klassik:Sommer oder Summer Jazz/ Snow Jazz Gastein

Ein  Kuraufenthalt der wirkt, ganzheitliche Erholung bringt und auch noch Spaß macht!