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Rheumatoide Arthritis: natürliche Schmerzbehandlung

Arthritis Schmerztherapie im Gasteiner Heilstolllen

Kuren mit Radon und Wärme hemmen Schmerzen und Entzündungen

Mehr als eine halbe Millionen Menschen im deutschsprachigen Raum leiden unter Rheumatoider Arthritis. Die rheumatische, entzündliche Erkrankung der Gelenke schlägt sich vor allem an Fingern und Füßen nieder, verursacht dort geschwollene Gelenke und starke Schmerzen. Gelenke versteifen und verformen sich im späteren Verlauf. Die auch als chronische Polyarthritis bekannte Erkrankung entsteht durch eine fehlgeleitete Immunabwehr bei der sich das Immunsystem gegen körpereigene Zellen richtet und Entzündungen auslöst. Oftmals verläuft Rheumatoide Arthritis in immer häufigen auftretenden Schüben. Medikamente halten die Krankheit in Schach, haben aber auch starke Nebenwirkungen. Eine natürliche Schmerzlinderung können Patienten im Rahmen einer Kur mit Radon und Wärme erlangen.

Während einer zweiwöchigen Kur beispielsweise fahren Arthritis-Patienten acht Mal in einen warmen Radonstollen ein und lassen das natürliche Heilklima etwa eine Stunde lang auf sich wirken. Das aus dem Gestein austretende Edelgas Radon vermindert einerseits die Aktivität von Entzündungszellen und andererseits die Produktion von Schmerzbotenstoffen. Viele Patienten berichten nach einer Kur über eine deutliche Schmerzlinderung, die bis zu 9 Monate anhält und können oft ganz auf Medikamente verzichten. „Gerade für Arthritis-Betroffene spielt die Senkung der Medikamenten-Dosis eine wesentliche Rolle, da die Einnahme sogenannter nichtsteroidaler Antirheumatika häufig schwere Nebenwirkungen wie Blutungen im Magen-Darm-Trakt, Nierenschädigungen oder Gefäßerkrankungen nach sich zieht,“ erklärt Univ.-Doz. Dr. Bertram Hölzl, Radon-Experte und wissenschaftlicher Leiter des Gasteiner Heilstollen. „Weniger Schmerzen und weniger Nebenwirkungen bedeuten für Betroffene eine Verbesserung der Lebensqualität in zweifacher Hinsicht.“ Neueste Untersuchungen lassen sogar darauf schließen, dass die Radonwärmetherapie nicht nur eine rein symptomatische Schmerztherapie ist, sondern über den Zytokin-Stoffwechsel eine Stabilisierung bei Autoimmunerkrankungen wie Rheumatoider Arthritis anstoßen kann. „Viele Patienten berichten zudem über eine deutliche Verbesserung der Gelenkbeschwerden hinsichtlich funktioneller Einschränkungen“, betont Dr. Hölzl.

Die Radonwärmetherapie eignet sich vor allem zur Behandlung von Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, des Bewegungsapparates, der Atemwege und der Haut. Das im Berginneren vorherrschende Klima setzt sich aus einer natürlichen Radonkonzentration, Temperaturen über 37 Grad sowie einer Luftfeuchtigkeit zwischen 70 und 100 Prozent zusammen. Unter diesen Bedingungen steigt die Körperkerntemperatur, nimmt der Organismus Radon besser auf und profitiert noch stärker von seiner Heilkraft. Krankenkassen übernehmen oft etwa 90 Prozent der Therapiekosten. Ansonsten kostet eine Einfahrt beispielweise im Gasteiner Heilstollen etwa 60 Euro.