Wie läuft die erste Einfahrt ab?

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Die erste Heilstollen-Einfahrt

Ablauf der ersten Einfahrt in den Gasteiner Heilstollen

Ankommen

Der Patient kommt bei der Tür herein, meldet sich beim Empfang an. Dort wird er willkommen geheißen. Ihm wird der Ablauf im Heilstollen erklärt und er bekommt alle Unterlagen ausgehändigt.

Untersuchen

Dann geht es weiter zur medizinischen Aufnahme. Da bekommt er einen Fragebogen, den er ausfüllt. Also jeder, der in den Heilstollen kommt, hat vor der ersten Einfahrt eine Untersuchung beim Arzt.

Umziehen

Danach geht es schon in den ersten Stock zur Garderobe. Da bekommt man einen Schlüssel. Für die Einfahrt braucht man Badekleidung, einen Bademantel, Badeschuhe und ein kleines Handtuch. Alles, was man nicht mithat, kann man aber direkt bei der Garderobe ausleihen.

Trinken

Man zieht sich danach um. Ganz wichtig ist generell, vorher ausreichend zu trinken. Also etwa einen halben Liter mehr als sonst sollte man zu sich nehmen, bis eine halbe Stunde vor der Einfahrt, damit es der Körper einfach noch aufnehmen kann.

Informieren

Vor der ersten Einfahrt hat dann jeder Patient den Kureinführungsvortrag. Da wird ihm der Ablauf im Stollen erklärt und alle Infos zur Einfahrt gegeben. Dann geht es schon ins Erdgeschoß zum Bahnhof. Mit diesem Zug fährt man dann 2 km in den Radhausberg hinein und dort legt man sich dann auf eine Liege. Männer und Damen sind räumlich getrennt. Und dann entspannt man sich ganz gemütlich. Man ist eine Stunde im Therapiebereich und genießt diese Zeit ganz für sich.

Genießen

Die erste Einfahrt der Kur findet gewöhnlich immer auf der Station 1 statt. Da hat man 37°C und 75% Luftfeuchtigkeit. Das ist sozusagen die „kühlste“ Station im Berg, reicht aber für den Anfang. Wenn man möchte und wenn aus ärztlicher Sicht nichts dagegen spricht, kann man mit jeder Einfahrt um eine Station steigern. Die höchste ist die Station 4 mit 41,5°C und 100% Luftfeuchtigkeit, aber der Radongehalt ist im ganzen Stollen gleich, also man sollte da nicht übertreiben, weil man sich doch eine Stunde im Therapiebereich befindet.

Sicherheit

Während der Einfahrt kommt dann ein Sanitäter vorbei und schaut nach jedem Patienten. Das heißt, jede Einfahrt wird von einem medizinischen Personal begleitet.

Ausfahren

Beim Hinausfahren zieht man den Bademantel dann noch nicht an, weil man während der Fahrt im Zug noch nachschwitzt. 600m im Berginneren ist die Bademantelstation. Da bleibt man noch einmal stehen, steigt aus, trocknet sich ab, zieht den Bademantel an und dann geht es wieder weiter hinaus zum Bahnhof.

Ruhen

Nach der Einfahrt wird den Patienten noch eine halbe Stunde Nachruhe in unseren Ruheräumen im Haus empfohlen und generell sollte man am Tag der Einfahrt körperliche Anstrengungen, Sport usw. oder zusätzliche Wärmeanwendungen vermeiden.

Ansprechen

Es ist gerade bei der ersten Kur oft recht aufregend. Mitarbeiter stehen zwischendurch für Fragen, Anregungen, Wünsche immer gerne zur Verfügung und wenn medizinische Fragen offen sind, wenn man sich irgendwie unwohl fühlt, stehen die Ärzte natürlich jederzeit zur Verfügung. Ein Abschlussgespräch mit einem Arzt wird ohnehin empfohlen.

Bereits mit 25 Jahren erhielt ich die Diagnose Morbus Bechterew. Durch die Empfehlung meines Arztes kam ich zwei Jahre später zum ersten Mal in den Gasteiner Heilstollen zur Kur. Gleich nach der ersten Behandlungsserie war ich fast ein halbes Jahr ohne Schmerzen und benötigte weniger Medikamente. Meine Lebensqualität steigerte sich wieder maßgeblich. Seither komme ich jedes Jahr wieder und fühle mich mittlerweile mit dem Gasteinertal tief verbunden. Sogar den Heiratsantrag an meine Frau und die Hochzeit haben wir hier in Gastein gefeiert. Die Heilstollen-Kur ist das Beste was mir passieren konnte und hat mein Leben in eine richtige Richtung gelenkt!

Harald Bauernfeind-Pabst, 49 Jahre, Neukirchen an der Vöckla, Österreich

Diagnose Morbus Bechterew

  Nach einigen Bandscheibenvorfällen bekam ich so starke Schmerzen, dass ich nachts nicht mehr liegen konnte und tagsüber völlig erschöpft war. Bis zur Diagnose Fibromyalgie dauerte es monatelang – Kortisontherapien und Psychopharmaka halfen nicht. Durch Zufall erfuhr ich von der Fibromyalgie-Therapie im Gasteiner Heilstollen. Meine erste Kur schlug zwar an, die Schmerzen kehrten aber vier Monate später wieder. So startete ich noch einen Versuch mit zehn Einfahrten in den Stollen und siehe da, nach sechs Wochen hatte ich langfristig deutlich weniger Schmerzen. Seither komme ich regelmäßig in den Heilstollen, mit der Wirkung komme ich gut durch das Jahr. Ich bin froh, dass es die Radontherapie gibt, die mir und meinem Körper hilft, die starken Schmerzen zu lindern. Ich komme nächstes Jahr bestimmt wieder!

Sabine Schmidt, 53 Jahre, Uhingen, Deutschland

Diagnose Fibromyalgie-Syndrom