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Radon-Kur stabilisiert allergische Neurodermitis

Patientin genießt eine Klimatherapie bei Neurodermitis im warmen Radonstollen

Neurodermitiker besonders im Frühjahr von Symptomen betroffen

Bei der Hautkrankheit Neurodermitis reagiert der Körper auf bestimmte Reize mit Entzündungen der Haut. Auslöser sind zum Beispiel allergene Stoffe aus der Luft, die Neurodermitiker besonders im Frühjahr quälen. Gegen die Symptome helfen neben Medikamenten auch Klimatherapien. Zu diesen Rehabilitationsmaßnahmen gehört die Radonwärmetherapie, bei der auch positive Wirkungen auf die fehlerhafte Immunantwort möglich sind.
Menschen mit Neurodermitis leiden wie Heuschnupfen-Geplagte im Frühjahr besonders unter den Symptomen. Die Haut verdickt sich, ist rot und trocken-schuppig oder sie nässt. In jeden Fall juckt sie sehr stark und Betroffene kratzen sich oft die Haut blutig. Für diese Patienten kann eine Kur vor der Pollen-Hochsaison hilfreich sein.

„Gerade in Regionen mit Reizklima wie an der See oder im Hochgebirge ergänzen Klimatherapien schulmedizinische Medikamente oft sehr gut“, erklärt PD Dr. Bertram Hölzl, Radon-Experte und wissenschaftlicher Leiter des Gasteiner Heilstollen. Dabei ist bekannt, dass die Kombination aus erhöhter UV-Strahlung und reiner, kühler Luft hilft, dass Hautbild zu verbessern. Doch nicht nur auf dem Berg, sondern auch im Inneren von Bergen, in sogenannten Heilstollen, können heilklimatische Faktoren wirksam werden. Dort findet die Radonwärmetherapie statt, bei der Patienten radonhaltige Luft und tropisches Klima auf sich wirken lassen. „Über Haut und Lunge aufgenommen aktiviert Radon den körpereigenen Botenstoff TGF-beta, der entzündungshemmend und heilungsfördernd wirkt“, weiß Dr. Hölzl. „Auch regulierende Effekte auf das Immunsystem sind bekannt.“

Viele Patienten berichten schon nach wenigen Anwendungen über eine deutliche Verminderung bis hin zum völligen Abklingen der Hautsymptome. So lässt der quälende Juckreiz nach, Cortison kann abgesetzt oder zumindest reduziert werden und die Haut heilt nachhaltig ab. Hohe Temperaturen und Luftfeuchtigkeit verstärken die Effekte des Radons im Heilstollen. Und wo es in den Berg geht, kann es auch auf den Berg gehen. So lassen sich alle natürlichen Faktoren gleichzeitig im Rahmen einer Kur nutzen.

Mehr Details zur Radontherapie bei Erkrankungen der Haut finden Sie hier