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Warum die Kurplanung für Rheumatiker jetzt sinnvoll ist

Kur für Rheumatiker im Herbst

Gasteiner Heilstollen, 05.10.2017 Bad Gastein Austria copyright Quirin Leppert

Beschwerden verschlimmern sich meist im Winter

Für Rheumatiker ist ein trockener Sommer mit hohen Temperatur oftmals die beste Zeit im Jahr. Jetzt lassen Schmerzen, Gelenksteifigkeit und damit auch die Erschöpfung nach. Im Herbst und Winter hingegen bereiten Nässe und Kälte wieder Probleme und verstärken oftmals die Erkrankung. Um jedoch auch gut durch die kalte Jahreszeit zu kommen, empfiehlt sich eine Kur beispielsweise mit Radon und Wärme im Herbst.

„Viele unserer Rheumapatienten planen derzeit ihre Kur für den Herbst“, unterstreicht Univ.-Doz. Dr. Bertram HölzI, wissenschaftlicher Leiter des
Gasteiner Heilstollens. „Sie kommen nach einer Kur im Herbst deutlich besser durch den Winter.“ Im Prinzip handelt es sich bei diesen klimaabhängigen Beschwerden um Wetterfühligkeit. Dafür werden Rheuma-Patienten oft belächelt, obwohl Wissenschaftler mittlerweile dafür sogar Nachweise1 erbracht haben. Etwa die Hälfte der Rheumapatienten ist von diesem Phänomen betroffen. Sie leiden vor allem bei kurzer Sonnenscheindauer, Regen oder frostigen  Temperaturen unter mehr Schmerzen und Gelenksteifigkeit. Kuren bieten einerseits gezielte Bewegungstrainings und muskelentspannende und krankengymnastische Therapien, die der Gelenksteifigkeit und Schmerzen vorbeugen. Denn ein gutes Muskelkorsett um die betroffenen Gelenke, entlastet die erkrankten Strukturen.

Oftmals stehen bei Rheumatikern im Rahmen der Kur auch verschiedene Wärmeanwendungen im Fokus. „Das Besondere an einer Kur
sind darüber hinaus die natürlichen, ortsgebundenen Heilmittel wie beispielsweise das Radon im Gasteiner Heilstollen“, erklärt Dr. Hölzl.

Kurgäste fahren zur therapeutischen Nutzung mehrmals mit dem Zug in den Heilstollen ein und verbringen etwa eine Stunde auf den Therapiestationen. Neben Radon wirken auch tropische Temperaturen. Sie bewirken eine Lockerung und Mehrdurchblutung von Muskeln. Vor allem aber sprechen Experten der Radonwärmetherapie schmerzlindernde Wirkungen zu. Sowohl auf Schmerzen der Muskel-, Sehnen- und Bandansätze, als auch auf die entzündlichen Vorgänge im Gelenk selbst, hat Radon positive Wirkungen. Diese Schmerzlinderung hält im Mittel etwa 9 Monate an. Manche Rheumatiker benötigen dann gar keine Medikamente mehr. Untersuchungen bestätigen die guten Erfolge bei einer etwa drei-wöchigen Kur mit regelmäßigen Aufenthalten im Radonthermalstollen: Etwa 9 von 10 Patienten profitieren von dieser Radonwärmetherapie. Die Therapieform gilt als nebenwirkungsarm. Krankenkassen übernehmen oft etwa 90 Prozent der Therapiekosten.

Mehr Detailinfos zum Kurantrag bei der Krankenkasse finden Sie hier