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Zahlreiche Belege für Wirksamkeit der Radontherapie erbracht

Ehrengäste beim Radonjubiläum in Gastein

Von links nach rechts: Rektor Univ.-Prof. Dr. Herbert Resch Landeshauptmann Stv. Mag. Dr. Christian Stöckl Bürgermeister Friedrich Zettinig (Bad Hofgastein) Bürgermeister Gerhard Steinbauer (Bad Gastein) Mag. Dr. Martin Gaisberger (Leiter FOI) Univ.-Prof. Dr. Markus Ritter (Vorstand FOI) Steffen Matthias (Vorsitzender EURADON) DI Christoph Köstinger (GF Gasteiner Kur-, Reha- und Heilstollenbetriebsges.m.b.H.) Andreas Kandler (GF Gasteiner Heilstollenbetriebsges.m.b.H.)

Gute Nachrichten:
Viele Belege für Wirksamkeit der Radontherapie erbracht

Ende September fand eine Radontagung, bei der aktuelle Studienergebnisse rund um Kuren mit Radon bspw. in Heilstollen präsentiert wurden, statt. Für viele chronisch Kranke gab es gute Nachrichten, denn es existieren immer mehr wissenschaftliche Belege, dass Radonbehandlungen gegen Schmerzen bei verschiedenen chronischen Erkrankungen helfen. So zeigen Studien, dass eine Radon-Kur gegen Erkrankungen des Rückens und der Gelenke, Rheuma und der Schmerzerkrankung Fibromyalgie hilft. Radon wirkt aber nicht nur auf Schmerzen und Medikamentenverbrauch, sondern greift auch positiv in das Immun- und Entzündungsgeschehen sowie in den Knochenstoffwechsel ein. Zudem schreiten die Forschungen bezüglich der Wirkungen auf Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Schuppenflechte voran.

Rheuma: weniger Schmerzen, mehr Beweglichkeit

„Die Datenlage bezüglich der Wirkung von Radonbehandlungsserien auf die rheumatischen Krankheitsbilder Rheumatoide Arthritis und Morbus Bechterew ist sehr gut“, erklärt Univ.-Doz. Dr. med. Bertram Hölzl, wissenschaftlicher Leiter des Gasteiner Heilstollens. So zeigen verschiedenste randomisierte kontrollierte Studien1, dass sich bei mit Radon behandelten Patienten eine Schmerzlinderung einstellt, sich der Schmerzmittelverbrauch verringert und sich die Beweglichkeit verbessert. Sehr häufig erfolgte sogar der völlige Verzicht auf schmerzlindernde Medikamente. „Darüber hinaus zeigen verschiedene Doppelblindstudien zu Radonbädern bei Arthrosen und dem WS-Syndrom ebenso gute Erfolge wie Beobachtungsstudien zu Fibromyalgie.“

Rücken und Gelenke: Körper von Medikamenten entlasten

Etwa 70 Prozent der Älteren leiden an degenerativen Wirbelsäulen- und Gelenkbeschwerden. Wer von ihnen eine Kur in Anspruch nimmt und dabei zum Beispiel zehn Einfahrten in einen Radon-Heilstollen oder Radonbäder macht, der kann seine Schmerzen signifikant und bis zu neun Monate lang reduzieren. Dadurch kann die Einnahme von schmerzlindernden Medikamenten wie NSAR verringert oder darauf komplett verzichtet werden2. „Somit kann der Körper der Patienten mit Blick auf unerwünschte Medikamentennebenwirkungen entlastet werden“, erklärt Dr. Gerhart Klein, wissenschaftlicher Koordinator des Vereins Europäischer Radonheilbäder e.V. (Euradon). Eine weitere Studie3 hat erstmals die entzündungshemmende Wirkung des Radons auf das Immunsystem bis zu 6 Monate nachweisen können. Dies liefert eine Erklärung, warum Radonanwendungen von nur zwei bis drei Wochen einen langen schmerzlindernden „Hafteffekt“ von bis zu einem halben Jahr erzielen. „Mit zwei Radonbehandlungsserien pro Jahr kann damit eine nachhaltige Schmerzlinderung über das ganze Jahr bei degenerativen Wirbelsäulen- und Gelenkserkrankungen ohne Nebenwirkungen erzielt werden.“

Hauterkrankungen stehen im Blickpunkt der Forschung

Von solchen Ergebnissen sollen künftig auch Patienten mit Hauterkrankungen profitieren. So gibt es derzeit eine vielversprechende klinische Studie zur Neurodermitis. „In einer weiteren Studie soll untersucht werden wie sich die Radontherapie auf den Hautzustand von Schuppenflechte PatientInnen auswirkt“, verdeutlicht Dr. Martin Gaisberger, wissenschaftlich-operativer Leiter des Forschungsinstituts Gastein, PMU Salzburg, die Forschungsbemühungen.
Informationen finden Sie auch unter www.euradon.de