Erfahrungsbericht

„Der Heilstollen hilft bei meinem Asthma und meiner Fibromyalgie“

Wie verändert der Heilstollen bei Asthma und Fibromyalgie den Alltag? Eine Patientin erzählt von Atemproblemen, Schmerzen und lähmender Müdigkeit – und davon, wie sie heute ohne Schmerzmittel auskommt. Für sie hatte der Heilstollen eine Überraschung parat: Sie wollte ihre Schmerzen lindern und zusätzlich verschwand ihr Asthma.

Michaela Büschl ist ein naturverbundener, wanderbegeisterter Mensch – umso härter traf es sie, als ihr Körper über Jahre immer weniger mitmachte. Vor rund 30 Jahren begann es mit Heuschnupfen, der schließlich auf die Bronchien schlug und in Asthma mündete. Wenige Jahre später kamen diffuse, wechselnde Schmerzen hinzu: mal im ganzen Körper, mal in den Gelenken, dann wieder in den Muskeln – zeitweise brannte sogar die Haut so stark, dass Kleidung kaum auszuhalten war. Begleitet wurde all das von einer dauerhaften, erdrückenden Müdigkeit.

Es folgten viele Arztbesuche und eine lange Zeit ohne klare Diagnose. Um den Alltag zu bewältigen, nahm Michaela täglich starke Schmerzmittel. Heute ist vieles anders: Sie benötigt ihr Asthmaspray nicht mehr, und aus der täglichen Tablettendosis ist eine einzelne Schmerztablette in etwa acht Wochen geworden. Im Interview erzählt sie, wie der Heilstollen ihre Lebensqualität spürbar verbessert hat – wie sie wieder frei atmen kann, nahezu schmerzfrei ist und vor allem ihre Energie zurückgewonnen hat.


Ihr Asthma hat vor rund 30 Jahren begonnen. Können Sie beschreiben, wie das damals anfing?

„Bei mir hat es mit Haselnüssen begonnen. Ich habe nach dem Essen gemerkt, dass ich keine Luft bekomme – damit hatte ich schon ein allergisches Asthma. Später kam ein Belastungsasthma dazu. Ich habe also eine Mischform. Das hat sich mit der Zeit gesteigert, sodass ich mehrfach täglich mein Spray nehmen musste, um Luft zu bekommen.“

Wie sehr hat Sie das Asthma belastet – ließ sich das mit dem Spray gut kontrollieren?

„Mit dem Spray ging es grundsätzlich. Wenn ich aus Versehen etwas im Essen erwischt habe, das ich nicht vertrage, ist auch schon der Notarzt gekommen, weil die Atemwege zugeschwollen sind. Gerade zur Pollenzeit musste ich oft sprühen, schon ein paar Mal am Tag. Oder beim Wandern: Wenn ich keine Luft bekam, musste ich sprühen. Es hat schon sehr gestört. Dank des Heilstollens ist mein Asthma verschwunden.“

Wie kann ein Heilstollen bei (allergischem) Asthma unterstützen?

Im Heilstollen treffen mehrere Faktoren zusammen, die die Atemwege entlasten können: Die Luft ist nahezu staub- und pollenfrei und damit besonders reizarm. Natürliche Felswände und Gestein wirken wie ein Filter, gleichzeitig ist die Luft feucht – das kann die Bronchialschleimhaut beruhigen und das Atmen erleichtern. Hinzu kommt die Kombination aus Wärme und hoher Luftfeuchtigkeit. Temperaturen im Bereich über 37,5 °C können einen sogenannten Hyperthermie-Effekt auslösen – vereinfacht: eine Art therapeutische „Wärmereaktion“, der eine krampflösende Wirkung zugeschrieben wird. Außerdem wird beschrieben, dass die Bedingungen im Heilstollen antiallergisch und entzündungshemmend wirken sowie Schleim lösen können. Ein weiterer Aspekt ist der natürliche Radongehalt: Radon wird über Haut und Lunge aufgenommen und soll immunologische Prozesse beeinflussen. Beschrieben werden mögliche längerfristige Effekte auf das Immunsystem – die genauen Mechanismen sind jedoch nicht vollständig geklärt. Viele Betroffene berichten nach einer Kur über weniger Beschwerden, seltener auftretende Infekte und eine bessere Belastbarkeit; teils wird auch von einem geringeren Bedarf an Medikamenten berichtet. 

Lesen Sie hier mehr dazu: Allergisches Asthma natürlich behandeln

Bleiben wir noch kurz bei Ihrer Geschichte, denn beim Asthma blieb es nicht, etwas später kamen dann Schmerzen dazu – richtig?

„Genau. Ich habe drei Jahre später Fibromyalgie bekommen. Bis ich die Diagnose wusste, hat es allerdings etwa zehn Jahre gedauert. Ich bin von Arzt zu Arzt gegangen; ein Rheumatologe hat es schließlich herausgefunden.“

 Wo hatten Sie die Schmerzen – und wie haben sie Ihren Alltag beeinträchtigt?

„Die Schmerzen waren sehr stark. Teilweise habe ich mich nur noch auf die Couch gelegt und wollte mich nicht mehr bewegen. Und die Schmerzen waren sehr diffus: mal in den Armen, mal in den Beinen, mal im ganzen Körper. Mal taten die Gelenke weh, mal hat die Haut gebrannt. Wie starker Muskelkater – und manchmal auch wie eine Grippe, inklusive Müdigkeit. Ich habe oft gedacht, ich bekomme eine heftige Grippe, aber es war dann nichts. Damals wusste ich noch nicht, dass das die Fibromyalgie ist.“

Wurde das anfangs auch psychisch erklärt?

„Ja. Es wurde Blut abgenommen, um Viren auszuschließen – da war aber nichts. Weil ich auch psychisch krank bin, wurde einiges auf die Psyche geschoben. Aber ich habe nicht lockergelassen. Ich habe gesagt: Es kann nicht alles von der Psyche kommen.“

Konnten Sie in dieser Zeit arbeiten oder aktiv sein?

„Ich arbeite von zu Hause, da konnte ich mir vieles einteilen. Beim Wandern habe ich gesagt: Heute geht nur eine kurze Strecke. Denn wenn ich mich anstrenge, wird es schlimmer. Das hat mich im Alltag sehr eingeschränkt – ich musste oft sagen: Jetzt geht es nicht mehr, ich muss mich hinlegen."

Was hat sich verändert, als die Diagnose gestellt war?

„Ich habe Schmerzmittel bekommen, aber am Anfang haben sie nicht so gut geholfen. Außerdem habe ich etwas fürs Schlafen – guter Schlaf ist wichtig, sonst verstärkt sich die Fibromyalgie. Vor ein paar Jahren habe ich den Hausarzt gewechselt, habe ihm alles noch einmal beschrieben, und er hat mir andere Schmerztabletten verschrieben. Die haben dann gewirkt – allerdings musste ich sie fast täglich nehmen.“

Wie sind Sie dann auf den Heilstollen gekommen?

„Schmerzmittel allein lösen das Problem ja nicht. Ich habe mich im Internet informiert und bin auf eine Klinik für Naturheilverfahren gestoßen. Dort habe ich zweimal eine Ganzkörperhyperthermie gemacht und gemerkt, dass mir das sehr guttut. Weil das aber jedes Mal im Krankenhaus war, habe ich weiter recherchiert – und bin zufällig auf den Heilstollen gestoßen. Ich habe mir Prospekte schicken lassen, mit meinem Mann gesprochen, und er meinte: Probier es aus. Ich habe es gemacht – und es wirkt.“

Wie war Ihre erste Einfahrt in den Heilstollen?

„Ich war sehr aufgeregt. Aber nach dem ersten Mal habe ich gemerkt: Das tut mir gut. Am Anfang hatte ich noch Schmerzen, zeitweise hat es sich sogar verstärkt. Aber nach ungefähr sechs Wochen – so wie es dort auch beschrieben wurde – hatte ich dann keine Schmerzen mehr.“

Wie ist es heute?

„Ich habe nur noch manchmal leichte Schmerzen, zum Beispiel wenn das Wetter stark umschlägt. Schmerztabletten nehme ich kaum noch: vielleicht alle zwei Monate mal eine. Und auch das Asthma ist so viel besser. Ich habe es letztes Jahr überhaupt nicht gesprüht und dieses Jahr auch noch nicht. Ich habe auch keinen Heuschnupfen mehr. Nur eine leichte Lebensmittelallergie ist geblieben, aber nicht mehr so, dass ich keine Luft bekomme – eher ein Jucken im Mund. Ich bin selbst überrascht, weil ich ursprünglich gar nicht wegen des Asthmas eingefahren bin, sondern wegen der Fibromyalgie. Erst vor Ort habe ich in den Unterlagen gelesen, dass der Heilstollen auch bei Asthma eingesetzt wird. Da dachte ich: Wenn es dabei ebenfalls hilft, umso besser. Und bei mir war die Wirkung tatsächlich enorm – ich brauche kein Spray mehr und habe keine Atemnot mehr.“

Fibromyalgie – was hilft Betroffenen im Heilstollen?

Fibromyalgie steht oft für einen Dreiklang aus chronischen Schmerzen, Erschöpfung (Fatigue) und Schlafproblemen – und für viele Betroffene auch für einen langen Weg bis zur passenden Einordnung und Behandlung. Im Gasteiner Heilstollen wirkt bei Fibromyalgie die Kombination aus milder Radonstrahlung, wohltuender Wärme (bis über 40 °C) und sehr hoher Luftfeuchtigkeit. Dieses Klima wird als muskelentspannend beschrieben und reduziert Schmerzen sowie Erschöpfung spürbar – teils über mehrere Monate anhaltend und mit einem geringeren Medikamentenbedarf. Die Therapie wird in der Regel als Kur mit mehreren Einfahrten über zwei bis drei Wochen umgesetzt. 

Mehr Infos gibt es auf unserer Infoseite Fibromyalgie

Und die Erschöpfung?

„Auch die ist besser geworden. Ich kann auch wieder Wandern. Ich nehme allerdings starke Schlaftabletten – auch wegen der Fibromyalgie und der Depressionen – und in der Früh habe ich manchmal Anlaufschwierigkeiten. Aber insgesamt geht es viel besser."

Wie oft fahren Sie in den Heilstollen?

„Seit letztem Jahr fahre ich zwei Mal im Jahr in den Stollen und komme so schmerzfrei durch das Jahr. Ich fahre im Februar und im November noch einmal. Ich mache jeweils acht Einfahrten, also ungefähr zwei Wochen. Ich organisiere das privat und miete eine Ferienwohnung. Die Wohnung ist ganz in der Nähe. Ich brauche etwa fünf Minuten zur Bushaltestelle, der Bus fährt noch einmal fünf Minuten, dann bin ich dort. Das ist wunderbar – da brauche ich fast kein Auto. Für mich ist das wie Urlaub und Kur in einem. Ich fühle mich da pudelwohl. Die Leute sind nett, die Umgebung ist super – besser geht’s gar nicht. Und man kann auch schön wandern."

Und Sie bezahlen das komplett privat, ohne Krankenkasse?

„Ja, das ist privat. Die Krankenkasse möchte, dass ich alles neu diagnostizieren lasse – und wenn es schon einmal zehn Jahre gedauert hat, habe ich keine Lust, das wieder von vorne zu starten. Da habe ich gesagt: Das mache ich nicht. So komme ich ja nie in den Heilstollen rein."


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