Wie Rheuma-Patienten Biologika reduzieren können
Viele Rheumatiker haben Sorge aufgrund von Medikamenten unter einer höheren Infektanfälligkeit zu leiden. Biologika unterdrücken die Arbeit des Immunsystems. Eine Alternative ist die Therapie im Gasteiner Heilstollen. Sie lindert Schmerzen, stabilisiert das Immunsystem und kann den Medikamentenbedarf senken, ohne das Infektionsrisiko zu erhöhen.
So wirken Biologika, Cortison und Immunsuppressiva

Medikamente wie Biologika oder auch Immunsuppressiva helfen bei chronischen Erkrankungen, weil sie auf die Aktivität des Immunsystems zielen. Vor allem bei Autoimmunerkrankungen, zu denen auch Morbus Bechterew gehört, ist dies oft ein wichtiger Therapieschritt, um ein außer Kontrolle geratenes Immunsystem abzuschwächen. TNF-alpha-Blocker beispielsweise blockieren einen Botenstoff, den Tumornekrosefaktor (TNF)-alpha, der beim Fortschreiten einiger rheumatischer Erkrankungen eine wichtige Rolle spielt. TNF-alpha-Blocker werden direkt unter die Haut gespritzt oder als Infusion gegeben.
Da TNF-alpha-Blocker aber sozusagen die Aktivität des Immunsystems regulieren, haben Patienten teilweise ein erhöhtes Infektionsrisiko für Erkrankungen, z.B. Tuberkulose. Auch die Einnahme von Cortison und Immunsuppressiva zählt zu den immunschwächenden Therapien.
Hier finden Sie eine Übersicht zu den Medikamenten und ihren Wirkungen bei Morbus Bechterew.
Radonwärmetherapie kann Medikamente ersetzen

Die Therapie mit Biologika ist für viele Patienten vielversprechend, aber sie ist mit Nebenwirkungen verbunden. Allerdings kann auch ein Kuraufenthalt im Gasteiner Heilstollen ergänzend oder sogar als Alternative zu Biologika und anderen immunmodulierenden Therapien sinnvoll sein. Untersuchungen der Medizinischen Universität Innsbruck bestätigen die nachhaltige Wirkung der Therapie im Gasteiner Heilstollen in Verbindung mit Biologika vom Typ der TNF-alpha-Blocker. Bei der Auswertung zeigte sich, dass die Dosis der Medikamente nach einem Therapieaufenthalt im Gasteiner Heilstollen reduziert werden konnte. Manche setzen ihre Medikamente auch ganz ab.
Auch wenn der Wirkmechanismus der Gasteiner-Heilstollen-Behandlung noch nicht in allen Aspekten vollends geklärt ist, scheint doch eine Wirkung ähnlich den Biologika möglich.
Wie die Therapie im Heilstollen abläuft

Durchgeführt wird die Therapie mit Radon und Wärme im Rahmen einer Kur in einem ehemaligen Bergwerksstollen. Viele Hundert Meter im Berginneren tritt Radon natürlich aus dem Gestein aus. Um es therapeutisch zu nutzen, fahren Betroffene mit einem Zug auf die Therapiestationen. Patienten nehmen bei mehreren einstündigen Therapieeinheiten das Edelgas über Haut und Lunge in niedrigen Mengen auf. Im Körper vermindert Radon nachweislich die Aktivität von Entzündungszellen und hemmt die Produktion von Schmerzbotenstoffen. In Kombination mit Wärme und hoher Luftfeuchtigkeit verstärken sich diese Effekte.
Verschiedene Untersuchungen und unzählige Patientenberichte bestätigen der Radonwärmetherapie neben schmerzlindernden und entzündungshemmenden Wirkungen ebenso immunstabilisierende Effekte. Bei Morbus Bechterew beispielsweise bestätigen die Untersuchungen der Heilstollen-Therapie allen Verlaufsformen und Stadien lang anhaltende therapeutische Resultate sowie positive Wirkungen hinsichtlich der Reduktion von Druckschmerzschwellen, Schmerzintensität, funktionellen Einschränkungen und Medikamentenverbrauch. Dies führt zu einem geringeren Medikamentenbedarf und spürbar weniger Schmerzen bis hin zur Beschwerdefreiheit über viele Monate.





































