Wie der Heilstollen bei rheumatoider Arthritis und Morbus Bechterew hilft
Erfahrungsbericht
Chronische Schmerzen durch Rheuma bestimmten Christa Limmers Leben – bis sie den Gasteiner Heilstollen entdeckte. Dank der natürlichen Radontherapie ist sie heute nahezu schmerzfrei und hat ihre Lebensqualität zurückgewonnen.
Rheumatoide Arthritis und Morbus Bechterew sind chronisch-entzündliche Erkrankungen, die starke Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und eine erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität mit sich bringen. Während Medikamente oft nur begrenzte Linderung verschaffen, bietet der Gasteiner Heilstollen eine natürliche Therapiemöglichkeit. Durch die Kombination aus hoher Luftfeuchtigkeit, Radon und Wärme können Entzündungen gehemmt und Schmerzen reduziert werden.

Christa Limmer, die seit vielen Jahren an einer Kombination aus beiden Erkrankungen leidet, berichtet über ihre Erfahrungen mit dem Heilstollen. Nach jahrelangen Schmerzen, eingeschränkter Beweglichkeit und erfolglosen Medikamentenversuchen entdeckte sie 2019 den Heilstollen. Nach ihrer ersten Kur mit neun Einfahrten im Jahr 2022 konnte sie bereits deutliche Verbesserungen spüren und ihre teuren Biologika-Spritzen absetzen. Ihr Rheumatologe bestätigte die positiven Effekte und riet ihr, den Heilstollen weiterhin zu besuchen. Trotz Problemen mit der Kostenübernahme durch die Krankenkasse finanziert sie viele Aufenthalte selbst, da die Therapie für sie effektiver ist als Medikamente. Heute ist sie zweimal im Jahr im Heilstollen, nimmt Schmerzmittel nur noch bei Bedarf und genießt ihre wiedergewonnene Lebensqualität. Ihr Fazit: „Der Heilstollen ist ein Segen!“
Was rheumatoide Arthritis und Morbus Bechterew sind
Rheumatoide Arthritis ist eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung, die vor allem die peripheren Gelenke betrifft. Das Immunsystem greift fälschlicherweise die eigene Gelenkinnenhaut an, was zu Schwellungen, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führt. Mit der Zeit kann es zu Gelenkverformungen und bleibenden Schäden kommen. Besonders häufig sind die Finger-, Hand- und Kniegelenke betroffen. Die Behandlung umfasst entzündungshemmende Medikamente, DMARDs (Disease-Modifying Anti-Rheumatic Drugs) und in schweren Fällen Biologika, die das Immunsystem regulieren.
Morbus Bechterew, auch als Spondylitis ankylosans bekannt, ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung, die vor allem die Wirbelsäule betrifft. Typische Symptome sind Rückenschmerzen, morgendliche Steifheit und eine zunehmende Bewegungseinschränkung der Wirbelsäule. In schweren Fällen kann es zu einer Versteifung der Wirbelsäule kommen. Zusätzlich können Sehnenansätze und Gelenke außerhalb der Wirbelsäule, wie Hüften oder Schultern, betroffen sein. Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt, aber genetische Faktoren, insbesondere das HLA-B27-Gen, spielen eine Rolle. Die Behandlung besteht aus Physiotherapie, Schmerzmitteln und entzündungshemmenden Medikamenten sowie Biologika, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.
Treten beide Erkrankungen gemeinsam auf, sprechen Mediziner entweder von einer Rheumatoiden Arthritis mit axialer Beteiligung oder von Morbus Bechterew mit peripherer Arthritis – je nachdem welche der beiden Erkrankungen dominiert.
Der Gasteiner Heilstollen kann bei beiden Erkrankungen durch seine besondere Kombination aus hoher Luftfeuchtigkeit, natürlicher Radontherapie und angenehmer Wärme lindernd wirken. Radon wird über die Haut und die Atemwege aufgenommen und hat entzündungshemmende sowie schmerzlindernde Effekte. Viele Patienten berichten von einer langfristigen Verbesserung der Beweglichkeit, reduzierter Medikamenteneinnahme und einer allgemeinen Steigerung der Lebensqualität nach regelmäßigen Einfahrten in den Heilstollen. Besonders bei chronischen Schmerzen kann die Radontherapie eine wertvolle, natürliche Ergänzung zur schulmedizinischen Behandlung sein.
Erfahrungsbericht einer Betroffenen
Christa Limmer fährt zweimal im Jahr in den Gasteiner Heilstollen ein und kommt so schmerzfrei über das Jahr. Wir haben mit ihr ein Interview geführt und über ihre Erfahrungen mit dem Gasteiner Heilstollen gesprochen:

Frau Limmer, Sie leiden seit vielen Jahren an Rheumatoider Arthritis und Morbus Bechterew. Können Sie uns schildern, seit wann Sie Beschwerden haben?

„Bevor ich 2015 das erste Mal einen Rheumatologen aufsuchte, hatte ich bereits seit vielen Jahren Schmerzen in den Achillessehnen und Handgelenken. Im Prinzip gingen die Beschwerden schon 10 Jahre zuvor los. Ich dachte aber vielmehr an eine Sehnenscheidenentzündung als an Rheuma. Es folgten Behandlungen über Behandlungen, aber statt dass sich die Symptome gebessert hätten, wurden sie immer schlimmer.“
Wie hat sich das auf Ihr tägliches Leben ausgewirkt?
„Ich konnte nur noch unter großen Mühen und Schmerzen laufen und die Kraft hat mich schnell verlassen. Einmal habe ich mit meiner Familie eine Wanderung gemacht und nach dem Hinweg ging nichts mehr. Den Rückweg hätte ich nie geschafft, also musste ich abgeholt werden. Durch den Alltag und Haushalt habe ich mich irgendwie durchgebissen. Ich arbeite glücklicherweise fast vollständig von zu Hause, so dass ich immer mal wieder Pausen einlegen konnte. Morgens, beim Kaffeetrinken, war das Heben der Tasse zwar gerade noch möglich, aber das Drehen des Gelenks, um daraus zu trinken, ging kaum noch. An eine Wanderung oder gar Sport war nicht mehr zu denken.“
Welche Behandlungsmöglichkeiten haben Sie zunächst ausprobiert?
„Nach der Diagnose begann ein Medikamenten-Marathon. Leider verspürte ich nicht den gewünschten Erfolg. Zuletzt spritzte ich einmal wöchentlich ein teures Biologikum, und unterschiedliche Schmerztabletten gehörten zu meinem Alltag. Das war so viel Chemie! Und es stand nicht ansatzweise im Verhältnis zum Nutzen. Ich hörte immer nur, Rheuma sei halt nicht heilbar.“


Verliert man da nicht irgendwann die Hoffnung?
„Irgendwie schon. Ich hatte mich ein stückweit damit abgefunden, alle 4 bis 6 Monate ein neues Medikament auszuprobieren und zu hoffen, dass irgendwann mal was dabei ist, was hilft.“
Wie sind Sie auf den Gasteiner Heilstollen aufmerksam geworden?
„2019 war ich im Urlaub in Gastein und kam dort im Hotel das erste Mal mit dem Gasteiner Heilstollen in Berührung, ich hatte vorher noch nie etwas vom Heilstollen gehört Nach einer Kennenlerneinfahrt und einem Gespräch mit dem Kurarzt war für mich klar – das musst du probieren. Also buchte ich für Mai 2022 meine erste Heilstollenkur mit 9 Einfahrten.“
Welche Wirkung hatten die Einfahrten im Heilstollen auf Ihre Gesundheit?
„Gleich nach den ersten Einfahrten stellte sich eine enorme Besserung meiner Achillessehnen-Schmerzen ein. Ich konnte meine Biologika-Spritzen absetzen. Im Oktober 2022 folgten weitere 9 Einfahrten, und plötzlich war ich in der Lage, den gesamten Gasteiner Höhenweg ohne Schmerzen zu gehen. Das wäre vorher undenkbar gewesen!“
Wie fühlt sich denn so eine Einfahrt in den Heilstollen an?
„Ich mag die Einfahrten sehr, habe keine Probleme mit der Enge im Berg und mag zum Beispiel auch die Wärme sehr. Außerdem sind die Mitarbeiter im Heilstollen sehr freundlich und hilfsbereit. Wenn man in den Stollen einfährt, spürt man schon, dass etwas im Körper passiert. Bis zur 4. Einfahrt wird es erst einmal schlechter mit den Beschwerden. So komisch es klingt, aber das ist ein gutes Zeichen. Ich bin da sehr müde und abgeschlagen. Ab der 6. Einfahrt wird es besser und schließlich bin ich im Anschluss schmerzfrei und mir geht es ein halbes Jahr richtig gut. Dann nehmen die Schmerzen wieder zu und es wird Zeit für die nächste Kur.“

Wie bewertet Ihr Rheumatologe die Veränderungen?
„Im Dezember 2022 wurde eine Verlaufskontrolle durchgeführt. Mein Rheumatologe schrieb in seinen Bericht: ‚Abnehmende Sehnenbeschwerden, keine Schwellungen, MST abnehmend. Seit 05/2022 keine DMARD-Therapie mehr nötig, deutliche Besserung nach 2 x Heilstollen, Erhalt der Remission.‘ Er empfahl mir, den Heilstollen weiterhin zu besuchen.“
Wie finanzieren Sie die Kuraufenthalte?
„Die Kosten für die erste Kur hat meine Krankenkasse nach einiger Diskussion noch übernommen, seither ist es ein Kampf. Ich persönlich verstehe es überhaupt nicht. So eine Spritze, die ich früher einmal die Woche verabreicht habe, kostet etwa so viel wie 10 Einfahrten in den Heilstollen, der aber für mich eine viel enormere Wirkung hat. Die Kasse zahlt alle 3 bis 4 Jahre eine Serie an Einfahrten. Die anderen Aufenthalte zahle ich aus eigener Tasche, das ist mir meine Gesundheit wert! Die Wirkung ist ohne Nebenwirkungen und einfach gut.“
Wie sieht Ihre Behandlung heute aus, und was möchten Sie anderen Betroffenen mit auf den Weg geben?
„Ich bin mittlerweile das dritte Mal hier in Gastein und nehme Schmerzmittel nur noch bei Bedarf. Zwei Einfahrten pro Jahr reichen für mich aus, um rund sechs Monate schmerzfrei zu sein. Für mich ist der Heilstollen ein wahrer Segen! Ich kann wieder Rad fahren, wandern gehen und meine Arbeit geht mir wieder viel leichter von der Hand. Allen Betroffenen kann ich nur raten, den Heilstollen auszuprobieren, er ist wirklich ein großer Gewinn!“

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